«Puls»: Lithium – Wundermittel fürs Gehirn oder gefährlicher Hype?
Lithium gilt seit Jahrzehnten als wirksames Medikament in der Psychiatrie. Nun weckt das Spurenelement niedrig dosiert auch Hoffnungen auf Schutz vor Alzheimer, weniger Suizide und bessere Stimmung. «Puls» zeigt, was wissenschaftlich belegt ist und wo der Hype zu viel verspricht.

Mehr Lithium, weniger Suizide?
Frühere Studien deuteten darauf hin, dass Regionen mit höheren Lithiumkonzentrationen im Trinkwasser tiefere Suizidraten aufweisen. Daraus entstanden Forderungen, dem Trinkwasser zur Suizidprävention gezielt Lithium beizumischen. Lässt sich dieser Ansatz wissenschaftlich stützen? Eine aktuelle Schweizer Studie hat den Zusammenhang untersucht.
Tägliches Lithium für einen positiveren Alltag?
In den USA sind Nahrungsergänzungsmittel frei erhältlich, die mit besserem Wohlbefinden und psychischer Gesundheit werben. Ob die Minidosen Lithium die Stimmung tatsächlich verbessern und welche langfristigen Auswirkungen die dauerhafte Einnahme hat, ist umstritten. Professor Gregor Hasler von der Universität Fribourg ordnet ein.
Hochdosiertes Lithium: Wirksam mit Nebenwirkungen
Seit Jahrzehnten wird das Medikament zur Behandlung bipolarer Störungen und therapieresistenter Depressionen eingesetzt. Zu den möglichen Nebenwirkungen gehören Nieren- und Schilddrüsenprobleme, Zittern, Gewichtszunahme und in seltenen Fällen schwere Vergiftungen. Zwei Patientinnen schildern «Puls», wie hochdosiertes Lithium ihr Leben verändert hat – im Guten wie im Schlechten.
«Puls»-Chat – Fragen und Antworten zum Thema «Lithium»
Nehmen Sie bereits Lithium als Nahrungsergänzungsmittel ein und fragen sich, ob das gesundheitliche Risiken birgt? Oder ist ein Elternteil von Demenz betroffen und Sie möchten wissen, ob Lithium als vorbeugende Massnahme sinnvoll sein könnte? Welchen Versprechungen darf man Glauben schenken, und wo ist die Faktenlage dünn? Die Fachrunde weiss am Montag von 21.00 bis 23.00 Uhr Rat – live im Chat. Fragen können vorab eingereicht werden.
Ausstrahlung: Montag, 7. September 2026, 8.00 Uhr, Play SRF, und 21.10 Uhr, SRF 1