Zürcher «Tatort – Frei wie ein Adler»

Kultur

Zürcher «Tatort – Frei wie ein Adler»

Ein junger Mann mit Trisomie 21 und ein ehemaliger Rockerboss stehen im Zentrum der Ermittlungen der Kommissarinnen Isabelle Grandjean und Tessa Ott. Der neue Zürcher «Tatort – Frei wie ein Adler» ist inklusiv besetzt, unter anderem mit Schauspielenden des Zürcher Theaters Hora.

Der ehemalige Rockerboss Simon Bärfuss wird aus der Haft entlassen. Kaum in Freiheit, erfährt er, dass seine Exfrau mit der gemeinsamen Tochter Zürich verlassen will. Am nächsten Tag ist sie tot und die Tochter verschwunden. Erste Spuren führen ins Rockermilieu, aber auch zu Jacob Göldi, einem jungen Mann mit Trisomie 21.  

Während der Aufklärung des Falls setzen sich die Ermittlerinnen Isabelle Grandjean und Tessa Ott auch mit der Frage auseinander, ob Menschen mit Trisomie 21 des Mordes verdächtigt werden dürfen oder ob es diskriminierend sei, sie wie alle anderen Tatverdächtigen zu behandeln. Während die Ermittlerinnen zwischen Fürsorge, Vorurteilen und kriminalistischer Sorgfalt navigieren, zeigt sich, dass Schuld und Unschuld nicht dort liegen, wo sie vermuten. Ein «Tatort» über vorschnelle Urteile und die Suche nach der Wahrheit jenseits von Klischees. 

Inklusives Ensemble  
Neben Anna Pieri Zuercher und Carol Schuler als Kommissarinnen Isabelle Grandjean und Tessa Ott vervollständigen Rachel Braunschweig (Staatsanwältin Anita Wegenast) und Aaron Arens (IT-Spezialist Noah Löwenherz) den Hauptcast. Die Haupt-Nebenrollen übernehmen Ronald Zehrfeld, als Ex-Rockerboss Simon, und Benjamin Raue, Schauspieler mit Trisomie 21, als Jakob («Herzstolpern», «Marie fängt Feuer»). Weitere Episodenrollen werden gespielt von Roeland Wiesnekker als Rockerboss und Dimitri Stapfer als verdeckter Ermittler. Juliane Siebecke und Ensemblemitglieder des Theater Hora Zürich verkörpern die Mitbewohnerinnen und Mitbewohner der WG. 

Theater Hora aus Zürich zählt zu den bekanntesten freien Theatergruppen der Schweiz. Das Hora-Ensemble, das zweitgrösste professionelle Theaterensemble Zürichs, besteht ausschliesslich aus Schauspielerinnen und Schauspielern mit kognitiven Beeinträchtigungen. Seit 2003 gehört Theater Hora zur Stiftung Züriwerk. Für seine Arbeit in Theater, Tanz, Film, Fernsehen und Performance wurde das Ensemble vielfach ausgezeichnet. 

Stephan Stock, künstlerischer Co-Leiter Theater Hora: «Als wir vor ungefähr zwei Jahren mit Unterstützung des SRF und der Casting Agentur ‹Glaus und Gut› Demo-Bänder mit unseren Schauspielerinnen und Schauspieler erarbeitet haben, hätten wir nie gedacht, dass ein ‹Tatort› gleich eines unserer ersten Projekte sein könnte. Für die Darstellenden ist das eine Riesenchance, sich einem breiten Publikum zu zeigen. Und für das Theater Hora ist es eine weitere Möglichkeit, zu zeigen, dass inklusive Arbeit, auch in einer grossen Fernsehproduktion, möglich und bereichernd ist.»  

Gabriella de Gara, Leiterin Fiktion & Pacte SRG SSR: «Starke Geschichten erweitern unseren Blick auf die Welt. ‹Frei wie ein Adler› verbindet spannende Unterhaltung mit einer Perspektive, die im Fernsehen noch zu selten sichtbar ist. Dass Schauspielerinnen und Schauspieler mit Trisomie 21 zentrale Rollen übernehmen, ist für SRF ein wichtiger Schritt hin zu mehr Teilhabe und einer vielfältigeren Darstellung gesellschaftlicher Realität. So schaffen wir Geschichten, die berühren, überraschen und neue Perspektiven eröffnen.» 

Zürich aus der «Töffli»-Perspektive
Der Zürcher «Tatort – Frei wie ein Adler» wurde von Regisseur Christian Theede inszeniert. Er hat bereits in diversen «Tatort»-Produktionen Regie geführt. In der Schweiz übernahm er bei der erfolgreichen SRF-Serie «Davos 1917» die Co-Regie. Das Drehbuch stammt von Jürgen Werner (zahlreiche «Tatort»-Folgen, «Das Traumschiff»).

Produziert wurde die Folge von der Zürcher Produktionsfirma Hugofilm unter der Leitung von Christof Neracher und Noah Bohnert, die bereits Erfahrung mit früheren SRF-«Tatort»-Folgen sowie mit den im Film behandelten Themen haben.

Gedreht wurde der Zürcher «Tatort – Frei wie ein Adler» im Herbst 2025 in Zürich und Umgebung, so beispielsweise auf der berühmten Landiwiese am Zürichsee. Dank rasanten Fahrten der Protagonisten mit dem Motorrad und dem Töffli durch die Stadt erleben die Zuschauenden die Stadt Zürich in dieser Folge aus ungewohnter Perspektive.  

Ein besonderer Dank gilt der Zurich Film Commission für die konstruktive Unterstützung der Dreharbeiten. Sie hat dazu beigetragen, Zürich als vielseitigen Schauplatz dieser besonderen «Tatort»-Folge sichtbar zu machen.

Alle bisherigen Zürcher «Tatort»-Folgen sind abrufbar auf Play SRF.

Detailliertes Bildmaterial finden Sie in der Bildgalerie.

Ausstrahlung: Sonntag, 8. November 2026, 20.05 Uhr, SRF 1 und Play SRF

Zurück

Detailinformation

Ausstrahlung
Sonntag, 8. November 2026, 20.05 Uhr, SRF 1 und Play SRF

Publiziert am
Montag, 26. Oktober 2026

Sender

Weiterführende Informationen
srf.ch/tatort

Bilder

Informationen

Zurück