angle-left «Wort zum Sonntag»: Das neue Sprecherteam geht auf Sendung

«Wort zum Sonntag»: Das neue Sprecherteam geht auf Sendung

Ab April 2013 geht beim «Wort zum Sonntag» von Schweizer Radio und Fernsehen ein neues Sprecherteam auf Sendung. Anderthalb Jahre lang werden fünf Theologinnen und Theologen ihre Gedanken aus christlicher Sicht zum Zeitgeschehen vortragen. Die neuen Sprecherinnen sind Nadja Eigenmann und Tania Oldenhage. Christian Jegerlehner, Hugo Gehring und Walter Wilhelm sind die zukünftigen Sprecher. Tania Oldenhage gehörte bereits dem bisherigen Team an.

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Dem neuen Team von «Wort zum Sonntag» gehören eine römisch-katholische Theologin, eine evangelisch-reformierte Pfarrerin und ein evangelisch-reformierter Pfarrer, ein römisch-katholischer Pfarrer und ein evangelisch-methodistischer Pfarrer an.

 

Nadja Eigenmann ist Spitalseelsorgerin in Horgen ZH, Tania Oldenhage reformierte Pfarrerin in Zürich Fluntern, Christian Jegerlehner reformierter Pfarrer in Biel-Bienne, Hugo Gehring katholischer Pfarrer in Winterthur, Walter Wilhelm evangelisch-methodistischer Pfarrer in Birsfelden BL.

 

Mit dem «Schichtwechsel» Ende März 2013 verabschieden sich die bisherigen Sprecherinnen und Sprecher von Schweizer Radio und Fernsehen, die sich dem «Wort zum Sonntag» für anderthalb Jahre verpflichtet haben: Regula Grünenfelder, Andreas Rellstab, Andreas Köhler-Andereggen und Florian Flohr. Tania Oldenhage wird nochmals antreten. SRF dankt ihnen für ihr Engagement.

 

Das neue Team wurde wie in der Vergangenheit in einem aufwendigen Auswahlverfahren von der Redaktorin Irene Gysel in Zusammenarbeit mit den Medienverantwortlichen der Kirchen, Pascale Huber und Bruno Fäh, dem Redaktionsleiter Sternstunden Norbert Bischofberger und der Ausbildungsabteilung von SRF bestimmt. Die bald sechzig Jahre alte Sendung präsentiert sich ab April 2013 mit neuen Gesichtern und damit mit neuem Profil, wie bisher jeden Samstagabend um 19.55 Uhr auf SRF 1.

 

Nadja Eigenmann

Römisch-katholische Theologin

 

Nadja Eigenmann, geboren 1963, wuchs in Bad Berleburg (Deutschland) auf. Nach dem Studium für das Lehramt Sek 1 in den Fächern Religion und Biologie an der Universität Bielefeld zog sie 1987 der Liebe wegen in die Schweiz. In Freiburg im Üechtland absolvierte sie das Theologiestudium (lic. rel.) und in Zürich den Nachdiplomstudiengang in Angewandter Ethik (MAE) mit den Schwerpunkten Medizin- und Umweltethik. Sie hat an öffentlichen Schulen unterrichtet und als Seelsorgerin in der Gemeindepastoral gearbeitet. Im Spital Uster liess sie sich zur Spitalseelsorgerin ausbilden und später im Kanton Zürich und beim Care Team Kanton Bern zur Notfallseelsorgerin. Seit 2011 ist sie Spitalseelsorgerin im See-Spital Horgen. Sie arbeitet in der ökumenischen Notfallseelsorge des Kantons Zürich mit. Nadja Eigenmann ist verheiratet und hat zwei erwachsene Töchter.

 

«'Kummer im Herzen bedrückt den Menschen, ein gutes Wort aber heitert ihn auf.' (Spr 12,25). Dieser alttestamentliche Spruch ist heute immer noch aktuell. So möchte ich den Zuschauern und Zuschauerinnen Mut und Trost zusprechen. Vielleicht gelingt es mir, hin und wieder ein Lächeln in die Gesichter zu zaubern. Das ‚Wort zum Sonntag‘ lebt vom Geist der Ökumene. Ich freue mich, in diesem Team mitzuwirken, und möchte das, was uns Christen verbindet, zur Sprache bringen, aber auch Aspekte ansprechen, die auf Basis der Menschenrechte von Bedeutung sind.»

 

Tania Oldenhage

Evangelisch-reformierte Pfarrerin

 

Tania Oldenhage ist 1969 geboren und studierte Evangelische Theologie in Heidelberg, Marburg und Hamburg. 1992 promovierte sie an der Temple University in Philadelphia, USA, zum Thema Gleichnisforschung nach der Shoah. Als Assistenzprofessorin für Bibelwissenschaften unterrichtete sie mehrere Jahre am Mount Union College in Ohio. 2003 wurde Tania Oldenhage Studienleiterin am Evangelischen Tagungs- und Studienzentrum Boldern. Nach ihrem Vikariat in Zürich Wiedikon übernahm sie eine Gastprofessur für Theologische Frauenforschung an der Harvard Divinity School in Cambridge, USA. Seit 2010 ist Tania Oldenhage Pfarrerin in der reformierten Kirchgemeinde Zürich Fluntern.

 

«Seit meiner Schulzeit beeindrucken mich die Christinnen und Christen, die sich in den 1980er-Jahren für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung eingesetzt haben. Auch für unsere Zeit wünsche ich mir eine christliche Theologie, die sich in gesellschaftliche Debatten einmischt – wenn es sein muss auch gegen den Strich der Tradition. Als Sprecherin beim ‚Wort zum Sonntag‘ will ich zu aktuellen Fragen Stellung beziehen und suche dabei eine zeitgemässe Sprache, die auch Menschen erreicht, die sich als kirchenfern bezeichnen würden. Ich freue mich sehr, dass ich mich dieser Herausforderung für weitere anderthalb Jahre stellen kann.»

 

Hugo Gehring

Römisch-katholischer Pfarrer

 

Hugo Gehring ist 1952 in Zürich geboren und in einer konfessionell gemischten Familie aufgewachsen. Seine kirchliche Sozialisation erfuhr er als aktives Mitglied einer Stadtzürcher Pfarrei. Ab 1973 studierte er Theologie und Philosophie in Chur, Rom und vor allem in München und spezialisierte sich in Religionspädagogik. Von 1980 an war er als pastoraler Mitarbeiter in der Pfarrei Bülach tätig und als Religionslehrer an verschiedenen Gymnasien. 1981 wurde er zum Priester geweiht. Von 1990 bis 1993 absolvierte er sein Promotionsstudium in Religionspädagogik in München, war dann kurze Zeit Vikar in Winterthur, dann sechs Jahre Pfarrer in Bülach. Seit dem Jahr 2000 leitet er die Pfarrei St. Peter und Paul in der Winterthurer Innenstadt. Nach wie vor engagiert er sich in allen Religionsunterrichtsformen von der Erstkommunion mit Drittklasskindern bis zur Firmung von 17jährigen.

 

«‘An was glaubst du eigentlich wirklich – bitte ohne kirchliche Formeln?‘», hat mich eine schwer kranke jüngere Frau im Spitalbett gefragt, die ich gut kannte. Meine schnelle Antwort hat mich selbst überrascht: ‚Ich glaube an den absoluten Wert des einzelnen Menschen.‘ Dieser Glaube trägt mich tatsächlich; er findet reichlich Nahrung in der jüdisch-christlichen Botschaft. Ich lebe ihn innerhalb der katholischen kirchlichen Tradition, was etwas Beheimatendes bedeutet, aber auch grosse Auseinandersetzungen bringen kann. Einen solchen Glauben Menschen nahe zubringen, genauer: ihn in ihnen zu wecken, ist mir ein grosses Anliegen. Dabei habe ich die Spiritualität eines Sämanns entwickelt, der nicht nur auf den Erfolg schaut, sondern einfach seine Aufgabe möglichst gut erfüllen will. Daneben bin ich leidenschaftlich gern Reisender und Organisator von Gruppenfahrten, liebe die Lektüre von guten Geschichten und bin relativ oft im Kino oder Theater anzutreffen.»

 

Christian Jegerlehner

Evangelisch-reformierter Pfarrer

 

Christian Jegerlehner ist Berner Pfarrer, geboren in Worb, aufgewachsen in Thun und Meiringen nahe den Bergen und dann in Ins, wo er die Weite und den Horizont des Seelandes lieben lernte. Nach dem Wirtschaftsgymnasium in Biel war klar: Nur Ökonomisches kann es nicht sein. Zwei Semester Philosophie und Musikwissenschaft an der Universität Bern, dazu viele Auftritte mit Rock- und Dance-Bands in den 1960er-Jahren sorgten für Abwechslung. Nach der Immatrikulation an der Theologischen Fakultät, dem Abschluss mit Staatsexamen und dem Vikariat in Bern-Petrus folgte ein USA-Jahr mit Stipendium für Additional Studies am Union Theological Seminary in Richmond, Virginia.

 

Christian Jegerlehner ist verheiratet und Vater, Pfarrer in Aarberg und Biel. Mit Schwerpunkt Kunst und Kultur begleitet er einen Gospelchor am Piano und organisiert «Jazz in Church»-Konzerte mit moderner Musik in den Kirchen. Im Regionalfernsehen Telebielingue konzipiert, redigiert und moderiert er die Diskussionssendung «Nachgefragt».

 

«Fernsehen ist ein spannendes und unterhaltsames Medium der Moderne, eine öffentliche Plattform für Kreativität, Meinungsaustausch, Kunst, Sport und bunte Unterhaltung. Im ‚Wort zum Sonntag‘ besteht die Möglichkeit, einen Kommentar zum Zeitgeschehen zu verfassen der – zu bester Sendezeit – viele Hörer erreichen kann und Werte wie Wahrheit, Freiheit, Gerechtigkeit, Glaube, Hoffnung und Liebe vermittelt. Scharfe Gesellschaftsanalysen, unabhängige pointierte Meinungen und Reflexionen über die Wurzeln unserer Kultur sind wichtig und können einen Kontrapunkt zum standardisierten Informationsfluss liefern.»

 

Walter Wilhelm

Evangelisch-methodistischer Pfarrer

 

Walter Wilhelm, geboren 1966, wuchs in der Region Basel auf. Er studierte Theologie an der Theologischen Hochschule der Evangelisch-methodistischen Kirche (EMK) in Reutlingen, Deutschland. Danach folgten Stellen als Gemeindepfarrer der EMK in Neuhausen am Rheinfall, bei einer regionalen Aufgabe der Kirche als Distriktvorsteher im Zürcher Distrikt und im Distrikt Nordwestschweiz und wieder als Gemeindepfarrer in Birsfelden/Basel-Bethesda. Durch Weiterbildungen vertiefte er sich in den Bereichen Clinical Pastoral Training (Essen/Baden), Sozialmanagement (Stuttgart), Beratung in der Praxis (IAP Zürich) und Pilgerbegleitung (jakobsweg.ch). Walter Wilhelm ist verheiratet.

 

«Auf dem Jakobsweg unterwegs schätze ich die Gespräche mit anderen Pilgerinnen und Pilgern, die Momente der Ruhe in Kapellen und Ausblicke an Orten, wo nichts als der ausgespannte Himmel zum Kirchendach wird. Viele der in solchen Momenten aufkommenden Themen sind für die eigene Lebensgestaltung prägend: Mit wem bin ich unterwegs? Woran richte ich meinen Lebensweg aus? Was heisst es, Gott zu vertrauen, und was löst dieses Vertrauen aus? Wie kann ein Leben Kreise ziehen, das in unserem gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Zusammenleben Gerechtigkeit und Frieden fördert? Ähnlich den Haltepunkten auf dem Jakobsweg ist für mich das ‚Wort zum Sonntag‘ ein Ort, um innezuhalten und Ausblicke zu wagen. Ich freue mich auf die Herausforderung, christliche Impulse für das Zeit- und Lebensverständnis zu setzen.»
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Detailinformation

Ausstrahlung
Samstag, 6. April 2013, 20.00 Uhr, SRF 1

Sender

Weiterführende Informationen
www.srf.ch/sendungen/wort-zum-sonntag

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