«Wenn Landfrauen reisen»: Start des neuen Formats
In der neuen Sendung «Wenn Landfrauen reisen» tauchen ehemalige Teilnehmerinnen von «SRF bi de Lüt – Landfrauenküche» in neue kulinarische Welten ein. In drei Folgen besuchen je zwei Schweizer Landfrauen eine bäuerliche Gastfamilie in Lettland, den USA oder Israel.

Gastgeberin Inãra Mãlkalne treibt ihre beiden Schweizer Gäste über ihren Hof. «Zeit ist Geld» meint die nicht zimperliche Lettin. In der ersten Folge von «Wenn Landfrauen reisen» will die Bäuerin ihren Berufskolleginnen Maja Schenkel aus Fehraltorf ZH und Silvia Limacher aus Flühli LU am liebsten alles von ihrem Heimatland zeigen. Die 50-Jährige spricht bloss Lettisch, nur geflucht und angetrieben wird auf Russisch.
Auch wenn die Kommunikation schwierig ist, freunden sich die drei Landfrauen schnell an. «Die hat es auch gerne lustig wie wir», meint Maja Schenkel, die am Morgen noch nicht wusste, dass sie den Abend auf einem lettischen Hof verbringen wird. Die Schweizer Landfrauen erfahren erst am Flughafen, wohin die Reise geht. Auch ihre Reisepartnerin lernen sie erst am Check-in kennen. Silvia Limacher war deshalb ein wenig nervös. Doch nun ist alle Skepsis verflogen. Wenn wir drei richtig losgelassen werden, «fliegt Lettland in die Luft» meint sie euphorisiert, nachdem Inãra sie aufgefordert hat, auf dem Dorfplatz lauthals die Schweizer Nationalhymne zu singen.
Danach zeigt Inãra ihren neuen Freundinnen Land und Leute. Zusammen schauen sie sich eine Pfefferminz-Farm an und erfahren, wie man Shitake-Pilze produziert. Sie gehen in der Ostsee baden und tanzen an einem lettischen Folkloreabend. In der Hauptstadt Riga verkaufen Maja und Silvia Inãras selber produzierten Käse – und erfahren, dass man Bier nicht auf offener Strasse trinken darf.
Während des Ausflugs nach Riga wird auch gleich fürs Abschiedsessen eingekauft. Zum Dank für die abenteuerliche Woche bekochen die beiden Schweizerinnen Inãras Familie und Freunde. «Ghackets mit Hörnli» soll auf den Tisch, was gar nicht so einfach ist in einer fremden Küche und mit Fleisch, dem man die Reisestrapazen von Riga zurück auf Inãras abgelegenen Hof ansieht.
Der neu geschlossenen Freundschaft kann aber auch das improvisierte Festmahl nichts anhaben. Beim Abschied fliessen bei der sonst so unerschütterlichen Inãra die Tränen: «Es gibt Freunde, die kommen nur kurz, aber bleiben lang – im Herzen.»