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«Rundschau»-Sondersendung zur Corona-Pandemie

Während sich Schweizer Spitäler für die Corona-Pandemie rüsten und sich die Lage im Tessin zuspitzt, steht das Gesundheitssystem in Norditalien kurz vor dem Kollaps – die Reportagen. Zudem: Wenn Risikopatienten auf die Solidarität der Mitmenschen hoffen müssen. Und: Wie geschlossene Grenzen Liebende trennt. Dominik Meier führt durch die Sendung.

Dominik Meier Moderator Rundschau 2019

Beklemmende Ruhe: Notfall-Pflegefachfrau wartet auf Welle
Die Schweizer Spitäler bereiten sich seit Wochen auf die Pandemie vor, dennoch bringt das Coronavirus das Personal zunehmend an die Grenzen. Auf der Notfallstation gilt es, Infizierte möglichst rasch zu isolieren. Intensivmedizinerinnen und -mediziner erlassen neue Richtlinien, wem sie im Extremfall helfen und wem nicht. Die «Rundschau» begleitet eine Pflegefachfrau auf dem Notfall, spricht mit einem der höchsten Intensivmediziner, Thierry Fumeaux, der sich selbst mit dem Virus angesteckt hat, und zeigt, wie eine Seelsorgerin des Unispitals Zürich den Patientinnen und Patienten in dieser aussergewöhnlichen Lage beisteht.

An der «Rundschau»-Theke erklärt Franziska von Arx, Präsidentin der Gesellschaft für Intensivmedizin, warum im Kampf gegen das Virus genügend Fachpersonal genauso entscheidend ist wie genügend Beatmungsgeräte.

Frontbericht: Tessiner Spital La Carità am Limit
Das Spital La Carità in Locarno ist zur Frontlinie gegen das Coronavirus im Tessin geworden. Ärztinnen und Ärzte sowie Pflegefachleute arbeiten Tag und Nacht, um die schwer Erkrankten zu behandeln. Ein Team der RSI-Sendung «Falò» hat die Fachkräfte während Tagen bei ihrer Arbeit begleitet. Die Reportage zeigt ihre Arbeit zwischen Anstrengung und Hoffnung, möglichst viele Menschenleben zu retten und die Spitalinfrastruktur laufend der neuen Situation anzupassen.

Im «Rundschau»-Gespräch zeigt sich Marina Carobbio, Hausärztin und SP-Ständerätin aus dem Tessin, besorgt über die Lage in Norditalien und über die zunehmende Verschärfung der Situation in ihrem Kanton.

Wie ein Tsunami: Norditaliens Kampf gegen das Virus
Täglich Hunderte Tote, Ärztinnen und Ärzte sowie Pflegepersonal am Anschlag, immer mehr Infizierte. Es ist eine entscheidende Woche für den Kampf gegen das Coronavirus in Norditalien. Wenn es nicht gelingt, die Ausbreitung der Epidemie zu bremsen, wird das Gesundheitssystem komplett kollabieren. Was lernt die Welt aus Italiens Corona-Drama? Welches Land wird es als nächstes treffen, und wie kann die Epidemie am effizientesten bekämpft werden? Die «Rundschau» beleuchtet die Strategien verschiedener Länder im Umgang mit der Krise und sucht nach Antworten bei Forschern und Ärztinnen an der Front und bei Erkrankten.

Zwang statt freiwillig: Risikopatienten hoffen auf Ausgangssperre
Während andere Länder Ausgangssperren verhängen, setzt die Schweizer Regierung auf die Vernunft der Bevölkerung. «Bitte bleiben sie zu Hause», sagt der Bundesrat und überlässt es jeder und jedem Einzelnen, den Satz zu interpretieren. In den vergangenen zwei Wochen leerten sich die Strassen, wenn auch zuerst nur zögerlich. Familien, junge Erwachsene und Senioren tummelten sich auf Spielplätzen, in Parks und Einkaufszentren. Den Ernst der Lage erkannten viele nicht. Dies und die Freiwilligkeit der Massnahme sorgen für Unmut bei Risikopatientinnen und -patienten, deren Leben davon abhängt, dass die Ausbreitung des Virus gestoppt wird.

An der «Rundschau»-Theke sagt Swissmem-Präsident Hans Hess, warum er um jeden Preis davon abrät, die Wirtschaft noch stärker einzuschränken.

Liebe an der Grenze: Die Krise trifft mitten ins Herz
Wie das Virus, kennt auch die Liebe keine Grenzen. Doch die Grenzen rund um die Schweiz sind seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie dicht. Ein Liebespaar aus Basel und Weil am Rhein darf sich deshalb nicht mehr sehen. Täglich fliessen Tränen. Die Verliebten haben nun aber einen Weg gefunden, sich zu treffen und in den Armen zu halten: auf einer Bank, direkt am Grenzstreifen zwischen Deutschland und der Schweiz. Die Zöllner lassen sie aus Mitleid gewähren.

Ausstrahlung: Mittwoch, 25. März 2020, 20.05 Uhr, SRF 1

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