«Sternstunde Religion»: Tsukasa – Die Priesterinnen von Ryūkyū

Kultur

«Sternstunde Religion»: Tsukasa – Die Priesterinnen von Ryūkyū

Auf den zu Japan gehörenden Ryūkyū-Inseln haben Frauen seit Jahrhunderten grosse spirituelle Macht. Je nach Insel tragen sie andere Namen: Tsukasa, Noro oder Yuta. Allen gemeinsam ist, dass sie geachtet und manchmal auch gefürchtet werden, denn ihnen werden übernatürliche Kräfte nachgesagt.

Zu Beginn des 15. Jahrhunderts waren die zwischen Taiwan und Japan gelegenen subtropischen Ryūkyū-Inseln ein unabhängiges und wohlhabendes Königreich. Die Priesterin Kikoe Ogimi war die wichtigste religiöse Persönlichkeit. Sie begründete den Kult der «schwesterlichen Gottheit» oder Onarigami-Kult, der von Generation zu Generation weitergereicht wird und sowohl Elemente des Animismus als auch des Buddhismus enthält. Als Japan die Inseln Ende des 19. Jahrhunderts annektierte, schwanden Tradition und Einfluss der Priesterinnen. Doch ganz verschwunden sind sie nicht, wie der faszinierende Dokumentarfilm «Tsukasa – Die Priesterinnen von Ryūkyū» von Nina Barbier zeigt.

Ausstrahlung: Ab sofort auf Play SRF und Sonntag, 22. Februar 2026, 10.05 Uhr, SRF 1

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Ausstrahlung
Ab sofort auf Play SRF und Sonntag, 22. Februar 2026, 10.05 Uhr, SRF 1

Publiziert am
Donnerstag, 19. Februar 2026

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srf.ch/sternstunde-religion

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