«rec.»: Sexarbeit – Gezeichnetes Leben einer Prostituierten

Kultur

«rec.»: Sexarbeit – Gezeichnetes Leben einer Prostituierten

Evi arbeitet seit über 20 Jahren in der Prostitution. Die «rec.»-Reporterin Rahel Lenz begleitet sie während eines langen Arbeitstags in ihrem Studio in einem Schweizer Dorf. Ein Alltag zwischen Kunden und Routinen – freiwillig, aber körperlich und psychisch fordernd.

Evi begann mit 17 Jahren, in der Prostitution zu arbeiten. «Sex ist für mich ganz normal. Und ob man dafür zahlt oder nicht, kommt nicht darauf an», sagt sie. Doch ihr Verhältnis zur Sexualität ist geprägt durch Missbrauch in der Kindheit. «Ich spüre meine Grenzen nicht immer.» Über Jahre arbeitete sie in Erotikstudios, teilweise bis zu 21 Stunden am Stück. Die Belastung führte zu gesundheitlichen Problemen wie Leistenbrüchen.

Seit sieben Monaten arbeitet Evi selbstständig und will die Kontrolle bei sich behalten. «Wenn jemand fragt, ob ich es ohne Kondom mache, blockiere ich ihn auf Whatsapp.» «rec.»-Reporterin Rahel Lenz wartet während der Kundenkontakte in der Küche nebenan. Der Film zeigt den ungeschminkten Alltag: putzen, waschen, das Bett neu beziehen, bedienen – immer wieder von vorne. «Ich esse den ganzen Tag nichts, sonst kann ich nicht gut bedienen.» Und: «Manchmal ist es schon deprimierend, wie eine ewige Schlaufe.»

Ausstrahlung: Montag, 19. Januar 2026, 22.25 Uhr, SRF zwei und ab sofort auf Play SRF

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Montag, 19. Januar 2026, 22.25 Uhr, SRF zwei und ab sofort auf Play SRF

Publiziert am
Montag, 19. Januar 2026

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srf.ch/rec.

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