«König Gianni – Die Infantino-Story»: Neue SRF-Podcastserie über Infantinos Weg zwischen Wallis, Fussball und Geopolitik
Er nennt Donald Trump einen engen Freund, bewegt sich zwischen Fussballstadion und Friedensgipfel – und stammt aus Brig VS: Die vierteilige SRF-Podcastserie «König Gianni – Die Infantino-Story» zeigt, wie Gianni Infantino an die Fifa-Spitze kam und wie er seine Macht trotz Unbeliebtheit und Skandalen ausbaut. Die Serie von «News Plus Hintergründe» ist ab sofort auf srf.ch/audio zu hören.

Gianni Infantino gilt als der mächtigste Sportfunktionär der Welt. Er trifft Staats- und Regierungschefs und steht an der Spitze eines Weltverbands, der Milliarden umsetzt. Die neue SRF-Podcastserie rekonstruiert Infantinos Weg vom Einwandererkind im Oberwallis zum Fifa-Präsidenten und ist ab heute, 1. Juni 2026, auf srf.ch/audio, im SRF-Podcast-Feed «News Plus Hintergründe» sowie auf gängigen Podcast-Plattformen zu hören.
In der vierteiligen Serie erzählen Freunde und Weggefährten, dass Infantino offenbar nie ein guter Fussballer war, aber schon früh mit Organisationstalent auffiel. Gleichzeitig kritisiert der frühere Fifa-Präsident Sepp Blatter seinen Nachfolger im Podcast: «Infantino ist meiner Meinung nach nicht gut für den Fussball. Er hat die Fifa politisiert.»
«König Gianni – Die Infantino-Story» ist eine Serie von «News Plus Hintergründe» mit Host Raphaël Günther, recherchiert von Isabel Pfaff, produziert von Oliver Kerrison.
Skandal um Skandal
Doch ist es gerade die Fifa-Krise unter Sepp Blatter, die für Infantino zum Sprungbrett wird: Verhaftungen im Zürcher Luxushotel Baur au Lac und Ermittlungen rund um die WM-Vergabe nach Katar erschüttern 2015 den Weltfussballverband. Der Podcast zeichnet nach, wie sich Infantino in diesem Moment als Reformer und Hoffnungsträger für den Weltfussball inszeniert und an die Spitze der Fifa gewählt wird.
Aber auch unter Infantino reisst die öffentliche Kritik nicht ab. Die Serie beleuchtet die Skandale rund um die Fifa und zeigt, wie Infantino den Fussball mit Politik und globalen Machtinteressen verknüpft. Im Zentrum steht der Vorwurf des Sportswashings, wenn also politische Akteure mit grossen Sportanlässen den eigenen Ruf aufbessern oder von Kritik ablenken wollen. Der US-Politikwissenschaftler Jules Boykoff sagt dazu im Podcast: «Niemand hat Sportswashing zuletzt stärker vorangetrieben als Gianni Infantino.»
Vom Oberwallis ins Oval Office
So führt die Serie von Brig VS, wo Infantino bei seiner Geburt beinahe ums Leben kam, bis ins Oval Office zu Donald Trump: Der US-Präsident bezeichnet Infantino als den «King of Soccer». Darauf angesprochen, lacht Sepp Blatter: «Nur ein Spieler kann König des Fussballs sein, aber doch kein Funktionär.» Trotz all seiner Kritik würde Blatter seinen Nachfolger Infantino bis heute gerne treffen. Im Podcast erzählt er, wie er sich ein solches Treffen vorstellt.
Ausstrahlung: Ab 1. Juni 2026 auf srf.ch/audio, im SRF-Podcast-Feed «News Plus Hintergründe» sowie auf gängigen Podcast-Plattformen