«Einstein»: Übung für den Ernstfall – wenn Regen unsere Städte flutet

Kultur

«Einstein»: Übung für den Ernstfall – wenn Regen unsere Städte flutet

Geflutete Keller, Wasserströme in den Strassen: Mit den Starkniederschlägen nimmt die Gefahr von Hochwasser in Städten und Siedlungsgebieten zu. Die Gefahr steigt auch für Menschen. Wie reagieren wir im Ernstfall? Wie kann uns die Technik helfen, uns vor Überflutungen in Städten zu schützen? Moderiert wird die Sendung von Tobias Müller.

Übung für den Ernstfall 
Im Ausbildungszentrum Andelfingen ZH steht ein 23 Meter hoher Turm, gefüllt mit Wasser. Mit diesem Turm kann Ueli Müller, Ausbildner der Gebäudeversicherung Kanton Zürich, Hochwassersituationen in Gebäuden und Städten simulieren. Sind die Schleusen offen, fliessen 350'000 Liter Wasser hinaus und füllen Keller und Garagen. 

Besonders bei Starkniederschlag-Ereignissen ist die Gefahr von Hochwasser in Siedlungsgebieten gross. Es kommt zu viel Wasser in zu kurzer Zeit, sodass es nicht mehr abfliessen kann. Das Risiko für Hochwasser wegen Oberflächenabfluss steigt. Seit den 80er-Jahren hat die Anzahl Starkniederschläge, welche kurze Zeit dauern, um 20 Prozent zugenommen. 

Neue Brücke für Andermatt
Innovative Ansätze spielen ebenfalls eine zentrale Rolle im Schutz vor Hochwasser. An der ETH testen Forscherinnen eine neue Brücke für Andermatt UR. Diese soll den Wasserfluss optimieren und so das Risiko von Überschwemmungen reduzieren. Diese Simulationen ermöglichen es, nicht nur theoretische Modelle zu testen, sondern in einer sicheren Umgebung praxisnahe Erfahrungen zu sammeln.

Schutz des eigenen Zuhauses
Ein zentrales Thema war die Dringlichkeit präventiver Massnahmen, um Schäden durch Naturkatastrophen zu minimieren. Naturgefahrenexperte Florian Mocka der GVZ zeigt, wo die grössten Schwachstellen liegen und wie eine Gefahrenkarte fürs eigene Zuhause aussieht. Ein Drittel aller Gebäudeschäden entsteht durch Überschwemmungen. Überraschend ist: Vor allem neue Gebäude sind betroffen. Mit moderner Haustechnik und bodenebener Bauweise steigt das Risiko von Gebäudeschäden.

Beschuss mit Eiskugeln 
Auch Hagel richtet immer mehr Gebäudeschäden an. In einer Prüfstelle in Oberkirch LU feuert Martin Jordi mit einer Hagelkanone Eiskugeln von zwei bis fünf Zentimetern auf Baumaterial. Im Rekordjahr verursachte Hagel 800 Millionen Franken Schaden – auch, weil moderne Gebäude verletzlicher sind. 

Gefangen im gefluteten Keller 
Was passiert, wenn sich der Keller mit Wasser füllt? Das Experiment mit Moderator Tobias Müller zeigt, die Kälte kriecht in die Muskeln und eine Rettung aus dem kühlen Nass wird von Minute zu Minute schwieriger. Wenn die Wassermassen kommen, sollte man nicht Dinge aus dem Keller retten wollen. 

Zivilschutz übt für den Hochwasserschutz
Die zunehmenden Hochwasserereignisse, verstärkt durch den Klimawandel, stellen eine wachsende Herausforderung für Städte, Gemeinden und ihre Bewohner dar. Auch der Zivilschutz ist mit den rapide wachsenden Naturgefahren konfrontiert, und es wird immer wichtiger, auf plötzliche Wetterextreme vorbereitet zu sein.

Ausstrahlung: Donnerstag, 25. Juni 2026, 10.00 Uhr, Play SRF und 20.05 Uhr, SRF 1

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Donnerstag, 25. Juni 2026, 10.00 Uhr, Play SRF und 20.05 Uhr, SRF 1

Publiziert am
Donnerstag, 25. Juni 2026

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