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Stellungnahme von SRF zum heutigen Artikel in den Zeitungen von CH Media

Die Zeitungen von CH Media behaupten, SRF verschlafe die besten Storys, weil im Newsroom «Missstände» herrschten und sich «die Journalisten inzwischen gegenseitig am Arbeiten hindern». Als einzigen Beleg nennen die Zeitungen eine Medienkonferenz der CS, die SRF 2019 angeblich verschlafen habe. Der Journalist der Zeitung, Francesco Benini, lässt dazu Fakten sowie die Stellungnahme von SRF weg, in deren Besitz er war.

SRF Gebäude am LeutschenbachBlick vom Empfang durch den Fernsehgarten in Richtung News- und Sportcenter2019Copyright: SRF/Ueli Christoffel

Richtig ist, dass SRF an der kurzfristig angekündigten Medienkonferenz mit einem Redaktor anwesend war, das Kamerateam aufgrund eines Missverständnisses jedoch zu spät aufgeboten wurde. Die Story wurde deswegen nicht verschlafen, sondern mit Bildern von Keystone/SDA sowie dann mit eigenen Interviews und Einordnungen publiziert. Das Publikum der Newssendungen hat also nichts gemerkt, es wurde ohne Lücken und in guter Qualität informiert.

Solche Pannen sind selten, können im Alltag aber auch mal vorkommen – übrigens auch schon vor dem Start des Newsrooms. Seit November 2018, als noch im alten Gebäude eine erste Newsroom-Organisation ihre Arbeit aufnahm, war dies der einzige solche Fall. Einen Zusammenhang zur Organisation im Newsroom gibt es also nicht.

Auch der Vorwurf, Inhalte kämen angesichts der Diskussionen über die Organisation zu kurz, ist nicht haltbar. SRF hat den Journalisten Francesco Benini auf das vor wenigen Tagen publizierte Medienqualitätsranking 2020 hingewiesen, in dem SRF-Newssendungen aus Radio und Fernsehen unverändert Spitzenpositionen belegen, darunter auch das aus dem Newsroom heraus produzierte «10vor10». Diese Auszeichnungen sowie die täglich gute Arbeit unserer Journalistinnen und Journalisten sind Beleg dafür, dass unsere Inhalte nicht unter den organisatorischen Veränderungen leiden.

Tristan Brenn, Chefredaktor TV SRF

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