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Kultur

Schweizer Film: «Baghdad in my Shadow»

Drei Exil-Iraker, die aus unterschiedlichen Gründen aus ihrer Heimat geflohen sind, treffen sich regelmässig in einem Londoner Café. Als sie von ihrer Vergangenheit eingeholt werden und sich gegen extremistische Islamisten behaupten müssen, gerät ihre Existenz in Gefahr. Ein Film des Schweizer Regisseurs Samir.

Baghdad in my Shadow Finden im Café Abu Nawas eine zweite Heimat: Waseem Abbas als Muhanad, Zahraa Ghandour als Amal

Der beliebteste Treffpunkt für Exil-Iraker in London ist das Café Abu Nawas, das vom kurdischen Aktivisten Zeki geführt wird, der für alle ein offenes Ohr hat. Der Nachtwächter Taufiq, der eigentlich Schriftsteller werden wollte, die Architektin Amal, die sich vor ihrem Ehemann versteckt, und der homosexuelle IT-Techniker Muhanad treffen sich regelmässig in dem Café. 

Sie alle sind aus dem Irak geflohen, da sie um ihr Leben bangen mussten. Dies, wie auch die gemeinsame Heimat und die irakische Kultur verbindet sie miteinander. Taufiq kümmert sich seit dem Tod seines Bruders um seinen Neffen Naseer. Machtlos muss er dabei zusehen, wie sich dieser unter dem Einfluss des radikal-islamistischen Predigers Scheich Yasin zunehmend verändert und sich gegen ihn als Atheisten aufzulehnen beginnt. Amal lebt aus Angst vor ihrem Ehemann unter einer falschen Identität in London und lässt sich nur zögerlich auf eine neue Liebesbeziehung ein, die sie geheim hält. Muhanad verliess den Irak, um der Bedrohung zu entkommen, der Homosexuelle dort ausgesetzt sind. Doch selbst hier und vor seinen Freunden traut er sich nicht, offen zu seinem Liebhaber zu stehen. Die kleine Gemeinschaft gerät in Gefahr, als Amals Ehemann in London auftaucht und zugleich Scheich Yasin Naseer dazu verführt, gegen die «Gottlosen» im Café Abu Nawas vorzugehen.

In «Baghdad in my Shadow» zeichnet der aus dem Irak stammende Regisseur Samir ein atmosphärisch dichtes Porträt der Exil-Iraker in London. Der Film feierte am Filmfestival Locarno 2019 Premiere.

Ausstrahlung: Mittwoch, 6. Oktober 2021, 20.15 Uhr, SRF zwei

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