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«Zeitblende» mit Zeitzeugen des Zweiten Weltkriegs

Mit dem Ende des Zweiten Weltkriegs in Europa erwachte am 8. Mai 1945 ein ganzer Kontinent aus einem Albtraum. «Zeitblende» erzählt die Geschichte eines Zeitzeugen und einer Zeitzeugin aus der Schweiz. Trotz ihrer grossen Unterschiede haben sie eines gemeinsam: Der Krieg und das Kriegsende haben sie geprägt.

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«Glück gehabt, noch einmal davon gekommen», denkt Gerhart Wagner, als er 1947 mit dem Zug durch Deutschland fährt. Er fotografiert aus dem Fenster die Trümmerlandschaft von Hannover und ist froh, dass das der Schweiz erspart blieb. Es ist die erste Auslandreise des 27-Jährigen. Zuvor hat er 780 Kriegstage in Uniform verbracht: Wagner ist einer der wenigen Aktivdienstler, die noch erzählen können. Er gehört zu jenen, die sich angegriffen fühlten, als später das Bild der wehrhaften Schweiz, beschützt von der Armee, infrage gestellt wurde.

Ganz anders hat Myrthe Dreyfuss den Krieg erlebt. Als junge Jüdin, die in Basel aufwächst, hat sie eine spezielle Perspektive. Ihre Grosseltern entkommen dem Völkermord in Deutschland nur knapp, ihre Eltern bieten jüdischen Flüchtlingen einen Unterschlupf. Dreyfuss setzte sich später für Flüchtende ein, und für jene, die ihnen helfen – etwa für die Rehabilitierung von Paul Grüninger.

Diese beiden Zeitzeugen erzählen in «Zeitblende» von ihren Erinnerungen. Zudem erklärt Historiker Gregor Spuhler, der Leiter des Archivs für Zeitgeschichte der ETH Zürich, wie das Kriegsende die Schweiz insgesamt veränderte.

SRF widmet der Epochenwende mit «1945» einen multimedialen Themenschwerpunkt. Hier ist die Programmübersicht dazu zu finden.

Ausstrahlung: Samstag, 2. Mai 2020, 10.00 Uhr, Radio SRF 4 News

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