angle-left «Sternstunden Philosophie und Kunst» über Kernkraft und das Erinnern an Fukushima
Kultur

«Sternstunden Philosophie und Kunst» über Kernkraft und das Erinnern an Fukushima

In «Sternstunde Philosophie» spricht Yves Bossart mit der Ethikerin Anna Deplazes und dem Sicherheitsexperten Oliver Thränert über Kernkraftwerke und Atomwaffen. Im Anschluss zeigt «Sternstunde Kunst» einen Film von Aya Domenig über fünf Kunstschaffende, die mit ihren Werken gegen das Verdrängen und Vergessen der Atomkatastrophe von Fukushima kämpfen.

Sternstunde Kunst Nuclear Games Jun Nakasuji

Sonntag, 27. Juni 2021, 10.45 Uhr, SRF 1
«Sternstunden Philosophie»: Strahlende Zukunft? Über Atomwaffen und Kernkraft
Am 23. Juli 2021 starten die Olympischen Sommerspiele in Japan. Das Land steht wie kein anderes für die Gefahren des Atomzeitalters: Vor 10 Jahren ereignete sich die Nuklearkatastrophe von Fukushima und 1945 fielen Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki. Trotz des Gefahrenpotenzials erlebt die Kernspaltung derzeit einen Aufschwung. Länder wie die USA investieren in neue Atomkraftwerke und moderne Atombomben. Treten wir also in eine neue Phase des atomaren Zeitalters? Welche Gefahren und welche Chancen sind damit verbunden? Darüber spricht Yves Bossart mit Anna Deplazes, Philosophin und Ethikerin an der Universität Zürich, und mit Oliver Thränert, Politologe und Leiter des Thinktanks am Center for Security Studies der ETH Zürich.

Sonntag, 27. Juni 2021, 12.00 Uhr, SRF 1
«Sternstunden Philosophie»: Stille über Fukushima – Wie Künstler gegen das Vergessen kämpfen
Zehn Jahre nach der Atomkatastrophe spricht in Japan fast niemand mehr über Fukushima. Aber noch immer sind die Strahlenwerte an vielen Orten zu hoch, die Probleme rund um den Rückbau der zerstörten Reaktoren sind ungelöst und viele Umgesiedelte wollen nicht ins verstrahlte Gebiet zurückkehren. Doch in Tokyo sind die Olympischen Sommerspiele geplant, das Land will sich von seiner besten Seite zeigen und die Atomkatastrophe von 2011 und deren Folgen möglichst ungesehen machen.

Verschiedene Künstlerinnen und Künstler in Japan aber widersetzen sich: Mako und Ken Oshidori bringen auf der Bühne ihr Publikum zum Lachen und decken gleichzeitig als Journalisten die Hintergründe im Umgang mit der Katastrophe auf. Der Fotograf Jun Nakasuji fotografiert im Sperrgebiet und zeigt in bedrückend schönen Bildern, was die Regierung lieber ausblenden möchte. Der Dichter Arthur Binard lässt mit japanischem Papiertheater radioaktiv verstrahlte Zellen sprechen und der Filmemacher Toshikuni Doi porträtiert die andauernde Entwurzelung der Menschen, die durch die Katastrophe ihre Heimat verloren haben. Ein Film von Aya Domenig, der Fragen aufwirft zum Verhältnis zwischen Kunst und Politik und zum Umgang mit Atomkraft.

Die beiden Sendungen sind Teil eines Themenmorgens zu Japan. Auch die «Sternstunde Religion» (10.00 Uhr, SRF 1) und die Radio-Sendung «Perspektiven» (08.30 Uhr, Radio SRF 2 Kultur) widmen sich dem Thema Japan.

Zudem lanciert SRF die Web-Dokumentation «Nuclear Games», die den atomaren Gefahren nachgeht, von der Geschichte bis in die Gegenwart.

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Ausstrahlung
Sonntag, 27. Juni 2021, ab 10.45 Uhr, SRF 1

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srf.ch/sternstunden

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