angle-left «Sternstunde Philosophie»: Identitätspolitik – Wer darf an wessen Stelle sprechen?
Kultur

«Sternstunde Philosophie»: Identitätspolitik – Wer darf an wessen Stelle sprechen?

Wen wir meinen, wenn wir heute «wir» sagen, ist nicht mehr so klar. Bei der Frage, wer in der Politik, den Führungsetagen und im Film repräsentiert wird und wer nicht, geht es auch darum, wer über unsere Identität entscheidet. Barbara Bleisch im Gespräch mit Mithu Sanyal, der Autorin des Buches «Identitti».

Barbara Bleisch Moderatorin Sternstunde Philosophie 2020

Der erste Roman der Kulturwissenschaftlerin und Journalistin Mithu Sanyal ist ein Ereignis: «Identitti» hat Eingang gefunden in alle wichtigen deutschsprachigen Feuilletons. Das Buch stellt die Frage unserer Zeit, wer nämlich Deutungshoheit hat über die eigene Identität. Diese wurde immer auch geprägt durch Fremdzuschreibungen: Klassismus, Rassismus und Sexismus legen Personen auf ihr Anderssein fest und werten dieses zugleich ab.

Konzepte wie Transgender oder Nonbinarität zeigen jedoch, dass Identität nicht nur etwas Fluides ist, sondern Selbstzuschreibungen selbstredend eine Rolle spielen. Gilt dies auch für «Rasse», ist es also möglich «transrace» zu sein? Und wenn wir wählen können, wer wir sind, warum diskutieren wir dann, wer für wen sprechen darf, etwa auf der Bühne? Barbara Bleisch diskutiert mit Mithu Sanyal über die Frage nach Herkunft und Identität, über postkoloniales Denken und über die Blindheit gegenüber Privilegien.

Ausstrahlung: Sonntag, 16. Mai 2021, 11.00 Uhr, SRF 1

Weitere Themen in den «Sternstunden»: 
10.00 Uhr, SRF 1: «Sternstunde Religion»: Die Kirche bin ich – Wie der Papst unfehlbar wurde
10.45 Uhr, SRF 1: «Sternstunde Religion»: Hans Küng und die päpstliche Unfehlbarkeit
11.55 Uhr, SRF 1: «Sternstunde Musik»: Pegasus – Die Anfänge

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Sonntag, 16. Mai 2021, 11.00 Uhr, SRF 1

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