angle-left «Sternstunde Philosophie»: Andreas Reckwitz – Die Gesellschaft der Einzigartigen
Kultur

«Sternstunde Philosophie»: Andreas Reckwitz – Die Gesellschaft der Einzigartigen

Alle suchen nach Originalität: der Hipster, aber auch der Reaktionär. Die Thesen des Soziologen Andreas Reckwitz treffen den Nerv der Zeit: von der Selbstoptimierung über Populismus und Polarisierung bis hin zum neuen Moralismus. Wohin treibt die Gesellschaft? Und was macht das Coronavirus mit ihr? Das Gespräch mit dem gefragten Soziologen Andreas Reckwitz führt Moderator Yves Bossart im neuen Sternstunden-Dekor.

Yves BossartModerator Sternstunde Philosophie2020Copyright: SRF/Oscar Alessio

In seinen Büchern analysiert der einflussreiche deutsche Soziologe Andreas Reckwitz die spätmoderne Gesellschaft und zeigt, wie sich die Wirtschaft, Politik, Kultur und der Lebensstil seit den 70er-Jahren radikal verändert haben. Globalisierung, Deindustrialisierung, Akademisierung und Liberalisierung spalten die Gesellschaft in neue Gewinnerinnen und Verlierer. Die Polarisierung nimmt zu und führt zu neuen Klassen- und Kulturkämpfen.

Alle sind aber auf der Suche nach Originalität und Authentizität. Wir leben, so Reckwitz, in einer «Gesellschaft der Singularitäten». Ich, meine Partnerschaft, mein Job, mein Velo, meine Frühstücksflocken: Alles muss besonders sein, ja einzigartig. Wie aber finden die einzigartigen Individuen zu einer gemeinsamen Sprache und Politik? Was geschieht mit jenen, die es nicht schaffen, einzigartig zu sein? Und was macht die Coronakrise mit der Gesellschaft? Yves Bossart im Gespräch mit dem Soziologen Andreas Reckwitz.

Weiteres Thema in den «Sternstunden»:
11.55 Uhr, SRF 1: «Sternstunde Musik»: Dieter Ammann – Gran Toccata

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Ausstrahlung
Sonntag, 23. August 2020, 11.00 Uhr, SRF 1

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Weiterführende Informationen
srf.ch/sternstunden

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