null «Persönlich»: Chemieprofessorin Katharina Fromm und Starkoch Alain Bächler

Unterhaltung

«Persönlich»: Chemieprofessorin Katharina Fromm und Starkoch Alain Bächler

Sie liebt es, wenn es knallt im Labor, er hat nach 40 Jahren Spitzengastronomie sein Restaurant verkauft und macht jetzt nichts. Die Chemieprofessorin Katharina Fromm und der Starkoch Alain Bächler sind zu Gast bei «Persönlich» mit Daniela Lager.

Persönlich Moderatorin Daniela Lager 2016

Ja, Katharina Fromm hatte schon als Kind einen Chemiekasten! «Das allererste Experiment ist allerdings missglückt, das Obst ist nicht vergoren, sondern schlicht verschimmelt», erzählt sie lachend. Seither ist ihr allerdings vieles geglückt: Heute ist sie Vizerektorin an der Universität Freiburg und schafft es Jahr für Jahr, Hunderte Studierende für ihre Passion, für die Chemie zu begeistern. Ihr Mann ist ebenfalls Chemiker, sie forschen etwa gemeinsam an Bakterien, die Strom abgeben. Katharina Fromm ist in Deutschland geboren, war bis ins Kindergartenalter in Frankreich und ist später auch in den USA zur Schule gegangen. «Ich war etwas wurzellos», sagt sie heute, «aber es hatte auch Vorteile: Noch heute habe ich Kontakte und Freundschaften in ganz vielen Ländern». Ihre Wahlheimat Freiburg gefällt ihr sehr – «wer wirklich etwas bewegen will, kann das hier schaffen» sagt sie über die örtliche Universität, «grosse Unis haben zwar mehr Mittel, aber im Vergleich zu diesen Supertankern sind wir eine kleine, schnittige Jacht».

Alain Bächler ist im doppelten Wortsinn ein ausgezeichneter Koch: Mit 18 Punkten bewertet etwa Gault Millau seine Kunst. Doch in diesem Sommer ist ihm klar geworden: «Jetzt werde es nicht mehr besser». Er hat sein Restaurant «Trois Tours» in Bürglen verkauft und macht nun nichts. 14 bis 16 Stunden pro Tag hat er früher gearbeitet und auf vieles verzichten müssen. Hat Geburtstage und Familienfeste verpasst, während er für andere Festessen gekocht hat. Seine Leidenschaft ist ihm aber nicht abhandengekommen. Wenn er heute übers Kochen spricht, erzählt er von Leidenschaft und Hingabe und nicht von Nahrungsaufnahme. Der Vater von drei Töchtern wollte nicht in der Küche stehen, bis vielleicht eines der Kinder das Restaurant übernimmt. «Es ist wichtig, dass man sein eigenes Ding macht», sagt er, «und nicht dauernd mit mir und mit früher verglichen wird». Persönlich findet er sein Glück nicht nur bei einem Gourmetmenü: «Auf einem Berggipfel mit einer Cervelat, Senf und Brot bin ich vollkommen zufrieden».

Ausstrahlung: Sonntag, 12. Dezember 2021, 10.03 Uhr, Radio SRF 1 und 16.05 Uhr, SRF 1

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Sonntag, 12. Dezember 2021, 10.03 Uhr, Radio SRF 1 und 16.05 Uhr, SRF 1

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