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«Kontext»: Oper – Ein Saisonstart in schwierigen Zeiten

Kaum hat die Opernsaison begonnen, müssen die Opernhäuser wieder schliessen. Wie gehen die Organisatorinnen und Organisatoren von Opernkonzerten mit der Corona-Situation um? Und: Ist mit diesem partiellen Kultur-Shutdown die Stunde der kleinen und alternativen Musiktheaterformen gekommen? Brigitte Häring moderiert die Sendung.

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Nur eine handvoll Opernpremieren hat es in der Schweiz seit Corona gegeben. Als der Bundesrat am 29. Oktober 2020 beschlossen hat, sämtliche Veranstaltungen mit mehr als 50 Personen zu untersagen, stehen nun auch die Opernhäuser wieder leer. Produktionen werden abgesagt, als Streaming gezeigt oder teilweise auf Fernsehkanäle verschoben. «Kontext» berichtet über einen von Corona überschatteten Saisonstart in der Schweiz, in Frankreich sowie Deutschland und befragt Leiterinnen und Leiter von Opern zu ihren Strategien für die laufende Saison. Zudem fragt «Kontext», ob die Absage grosser Opernproduktionen einen Trend zu kleinen, alternativen Musiktheaterformen fördert.

Das Kritikergespräch
Jenny Berg, Moritz Weber und Benjamin Herzog von der Musikredaktion haben sich zum Saisonstart den Zürcher «Boris Godunow» angehört und die am dortigen Opernhaus gezeigte «Csardasfürstin» angeschaut. Die Musikredaktion hat zudem Olivier Messiaens «Saint François d'Assise» in Basel sowie weitere Produktionen im Ausland wie die «Walküre» in Berlin und Camille Saint-Saëns «Samson et Dalila» an der Opéra du Rhin in Strasbourg angeschaut. Produktionen, die allesamt an damals bestehende und geltende Schutzkonzepte angepasst waren. Wie hört sich eine Monumentaloper wie Messiaens «Saint François d'Assise» mit verkleinerter Besetzung an? Wie ein Chor, der aus dem Probesaal per Live-Einspielung ins Zürcher Opernhaus übertragen wird? Die drei Kritiker dazu im Gespräch.

Die Strategien
Die Intendanten der Opernhäuser von Genf, Aviel Cahn, Zürich, Andreas Homoki und Basel, Benedikt von Peter geben Auskunft, wie sie mit der aktuellen Situation umgehen. Verschieben, absagen, auf virtuelle Übertragungen setzen – das sind die Optionen. Was bedeutet das für die Kasse, was für die künstlerische Kontinuität und was für die Publikumsentwicklung?

Die Stunde der kleinen Titel
Wenn im grossen Opernhaus die Lichter gelöscht werden, sucht sich das Publikum alternative Orte? Ein Veranstalter wie die Basler Gare du Nord, wo ohnehin nur ein sehr limitiertes Publikum Platz findet, spielt weiterhin Musiktheater.

Ist die aktuelle Situation die Stunde für solche alternativen Musiktheaterformen? Désirée Meiser, Intendantin der Gare du Nord, gibt Auskunft.

Ausstrahlung: Freitag, 13. November 2020, 09.02 Uhr, Radio SRF 2 Kultur

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Freitag, 13. November 2020, 09.02 Uhr, Radio SRF 2 Kultur

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