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«Kontext»: Insektensterben – Wie schlimm ist es wirklich?

Zwei Jahre ist es her, als die sogenannte Krefeld-Studie bekannt wurde. Sie zeigte, dass in den Naturschutzgebieten bei Krefeld die Masse der Insekten in den letzten knapp 30 Jahren um 75 Prozent geschrumpft ist. Seither wird weltweit über das Insektensterben debattiert – wie ist der Stand heute?

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1,7 Millionen Menschen haben in Bayern ein Volksbegehren zum Schutz der Bienen unterzeichnet. So etwas gab es noch nie. Auch in der Schweiz ist das Insektensterben zum Thema geworden, seit die erschreckenden Zahlen der sogenannten Krefeld-Studie publiziert wurden. Und auch hier gibt es Bestandesaufnahmen verschiedener Insektenarten und eine rote Liste, auf der die bedrohten Insektenarten aufgeführt sind. Vergleichbare Untersuchungen wie in Krefeld gibt es aber nicht. Der Schweizer Bauernverband hat deshalb weitere Abklärungen gefordert, bevor Massnahmen gegen das Insektensterben ergriffen werden.

Wenn man jedoch erfahrene Insektenkundlerinnen und -kundler in der Schweiz fragt, wird die Tendenz schnell klar. Es gibt zwar Insektenarten, die vom Klimawandel profitieren und neu zuwandern und es gibt solche, anpassungsfähig sind und dadurch häufiger werden, aber die Mehrheit der spezialisierten Insektenspezies nimmt auch in der Schweiz stark ab. Insbesondere auf den landwirtschaftlich genutzten Flächen, auf den Feldern und den immer intensiver genutzten Wiesen, ist die Zahl der Insekten in den letzten Jahrzehnten teils drastisch gesunken.

Ausstrahlung: Mittwoch, 25. September 2019, 9.00 Uhr, Radio SRF 2 Kultur

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