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«Kontext»: Ghosting – Wenn der oder die Liebste spurlos verschwindet

Radikale Kontaktabbrüche in Beziehungen sind so alt wie die Menschheit. Aber das digitale Zeitalter macht es einfacher, sich ohne Begründung zu verflüchtigen. Ghosting nennt sich dieses wachsende Phänomen. Und viele Betroffene in eine schwere Krise stürzt.

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Alicia lernte ihren Prinzen via Instagram kennen. Er machte ihr Komplimente wegen ihres Outfits und bald schon wurde mehr daraus: die beiden trafen sich regelmässig zu langen Strandspaziergängen, kochten gemeinsam und führten gute Gespräche. Vor einem halben Jahr tauchte er dann – ohne Vorwarnung – einfach ab. Alicia wartet noch heute vergeblich auf eine Erklärung. Und will vorderhand von Männerbekanntschaften nichts mehr wissen.

«Dieses Schweigen ist für die Betroffenen das Schlimmste», sagt Ghosting-Expertin und Buchautorin Tina Soliman. «Denn wenn man etwas nicht versteht, kann man damit auch nicht abschliessen.»

Menschen, die so rücksichtslos mit Gefühlen anderer umspringen, werden in Fachkreisen auch «Bulimiker der Liebe» genannt: Sie stopfen unzählige Dates in sich hinein, um sie dann möglichst rasch wieder loszuwerden. Rund 50 Prozent der Millenials sollen – gemäss Soliman – in irgend einer Form schon von Ghosting betroffen gewesen sein.

Ausstrahlung: Mittwoch, 4. März 2020, 09.02 Uhr, Radio SRF 2 Kultur

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