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«Kontext»: Die Schweizer Woll- und Strickszene – Vom Publikum gewünscht

In der zehnteiligen Sommerserie regt das Publikum die Themen an. Diese Woche lernt «Kontext», moderiert von Brigitte Häring, die Schweizer Woll- und Strickszene kennen. Wer liefert das Rohprodukt Wolle, wer verarbeitet sie, und wie kommen Hobbystrickerinnen und -stricker zu einem Strickmuster?

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Verwickelt, verzwirnt, verfilzt und zugenäht: In der Nische blüht die Kreativität. Die Schweizer Woll- und Strickszene ist voller begeisterter Handwerkerinnen und Handwerker. Mit dem DIY-Trend fertigt eine wachsende Anzahl Menschen ihre Kleidung selbst und greift zu Strick- und Häkelnadeln. Wie sieht die Szene in der Schweiz aus? Wer liefert das Rohprodukt Wolle, wer verarbeitet sie, und wie kommen Hobbystrickerinnen und -stricker zu einem brauchbaren Strickmuster? «Kontext» entdeckt einen Kontinent, bevölkert von Woll- und Garnliebhaberinnen und lernt die Schweizer Woll- und Strickszene kennen. Katrin Becker, Alice Henkes und Ellinor Landmann präsentieren die Beiträge zum Thema.

Strickdesignerinnen zwischen Selbstausbeutung, Kunst und Handwerk
Ihre Zahl steigt stetig: Mit dem Trend zum Selbermachen frönen auch in der Schweiz viele Menschen einem Garnhobby. Einige sagen gar, Stricken sei das neue Yoga. Aber nur wenige machen das Stricken als Designerinnen zum Beruf. In Kontext berichten «Donnarossa» Sabrina Schumacher, Lisa Candinas und die Macherinnen und Macher des Strickhefts «Artlana» vom wirtschaftlichen Überleben in der Ich-AG, vom Nutzen der Blauäugigkeit und der Liebe zum Selbermachen.

Die Lust, die Fäden in der Hand zu halten: Vom Spinnen und Färben
Mal ist es der Wunsch nach einem besonderen Kleidungsstück, mal das Bedürfnis, der kommerziellen Textilindustrie mit mehr Nachhaltigkeit entgegenzutreten. Die Gründe, weshalb Menschen zu Spindel und Farbbad greifen und beginnen, Wolle zu färben und zu spinnen, sind vielfältig. Die Szene der Schweizer Handspinnerinnen und Färber ist sehr aktiv und kreativ – und äusserst gut vernetzt.

Schweizer Schafwolle: Warum sie nur selten für den Pullover taugt
Schafe haben in den Schweizer Bergen eine lange Tradition. Doch während ihr Fleisch einen guten Absatz auf dem Markt findet, hat es die Wolle schwer: Sie kratzt und eignet sich eher für robuste Socken als für kuschelige Pullover. Nur ein geringer Teil der Schweizer Wolle wird derzeit zu Wollgarnen weiterverarbeitet; der grösste Teil der Wolle dient als Dünger oder Füllmaterial für Matratzen und Kissen. Zu schade, finden einige Schweizer Schäferinnen und Schäfer. Mit Aufklärung und kühnen Ideen wollen sie der Wolle wieder zu mehr Prestige verhelfen.

Ausstrahlung: Mittwoch, 29. Juli 2020, 09.02 Uhr, Radio SRF 2 Kultur

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Mittwoch, 29. Juli 2020, 09.02 Uhr, Radio SRF 2 Kultur

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