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Kultur

«Geboren am...»: 26. November 1964 – Vreni Schneider

Die dreiteilige «DOK»-Serie «Geboren am…» erzählt Geschichten von Menschen, die eines verbindet: Sie haben am gleichen Tag Geburtstag. Jede Folge steht für drei Lebenswege, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Dieses Mal mit Vreni Schneider, Charly Gurt und Regula Meier.

Geboren am 26. November 1964 – Vreni Schneider Staffel 4 Vreni Schneider

Sie ist eine Legende: Vreni Schneider, das «Goldvreneli» der Schweiz. Sie gehört bis heute zu den erfolgreichsten Skirennfahrerinnen der Geschichte. Sie wächst mit drei Geschwistern in Elm auf und durchlebt eine behütete Kindheit. Ihr Talent auf Skiern wird früh entdeckt und danach gezielt gefördert. Der Beginn einer Erfolgsgeschichte: Bis zu ihrem Karriereende 1995 gewinnt Vreni Schneider 55 Weltcuprennen. Sie ist dreifache Weltmeisterin und holt Gold an den Olympischen Spielen in Calgary und Lillehammer. Heute führt Vreni Schneider eine Skischule in Elm, ist verheiratet und hat zwei Söhne. In «Geboren am…» blickt sie zurück auf die Stationen ihres Lebens: auf den frühen Tod ihrer Mutter und auf Schicksalsmomente in ihrer Karriere.

Charly Gurt wächst als viertes von acht Kindern auf einem Bauernhof im bündnerischen Maladers auf. Der Vater trinkt, die Mutter ist mit acht Kindern am Anschlag. Als sie 1972 die Familie über Nacht verlässt, ist Charly acht Jahre alt. In Etappen werden die Kinder von den Behörden eingezogen und fremdplatziert. Nach dem Tod der Grossmutter muss auch Charly sein Elternhaus und den Vater verlassen. Es ist der Beginn eines Martyriums. Charly wird vom Pflegevater misshandelt und verdingt. Sein Bruder Philipp, der Ähnliches erlebt, schreibt später über diese Zeit das vieldiskutierte Buch «Schattenkinder». Es sind prägende Erlebnisse, die den Lebensweg von Charly Gurt auch später noch beeinflussen, bis er auf die schiefe Bahn gerät. Ein Wendepunkt in seinem Leben. Heute ist Charly Gurt geläutert. Er hat seine innere Mitte gefunden und einen neuen Fokus als Naturfotograf.

Regula Meier wird als drittes von vier Kindern im Berner Seeland geboren. Sie wächst in einem sehr religiösen Elternhaus auf, die Kirchenbesuche an den Wochenenden und an den Feiertagen sind Pflicht. Regula Meier wäre sportlich talentiert und ambitioniert. Doch die Eltern winken ab. Eine Laufbahn als Profisportlerin sehen sie nicht. Regula wird Lehrerin. Mit 22 Jahren zieht sie mit ihrem Freund zusammen. Und ausgerechnet sie, die sich immer über das «Bünzli-Leben» anderer lustig gemacht hat, ist mit 23 schwanger, hat Mann, Haus und Hund. In den 1980er-Jahren erprobt die junge Familie alternative Lebensmodelle: Sie setzen auf Selbstversorgung. Der Partner ist Hausmann, sie arbeitet als Lehrerin und ist für den Verdienst zuständig. Neue Wege geht das Paar auch nach der Trennung und teilt sich die Betreuung der Kinder. Die eine Hälfte der Woche sind sie bei der Mutter, die andere beim Vater. Heute lebt Regula Meier in Lenk im Berner Oberland. Sie hat eine neue berufliche Herausforderung angenommen und hat eine neue Liebe gefunden – nicht nur zu den Bergen.

Ein Geburtsdatum – drei Lebenswege. Das ist die DOK-Sommerreihe «Geboren am...». 

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Ausstrahlung: Freitag, 14. August 2020, 20.05 Uhr, SRF 1

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Freitag, 14. August 2020, 20.05 Uhr, SRF 1

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srf.ch/geborenam

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