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«G&G»-Serie: Schweizer Botschafterinnen

An den unterschiedlichsten Ecken der Welt vertreten sie die Schweiz mit Diplomatie, Intellekt und Charme. In einer noch immer von Männern dominierten Welt verschaffen sie sich Gehör und Respekt. «G&G» porträtiert in einer Serie fünf Schweizer Botschafterinnen in ihrem Einsatzgebiet.

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Weltweit aber auch in der Schweiz ist die Diplomatie immer noch eine Männerdomäne. Heute vertreten 30 Botschafterinnen und 125 Botschafter die Schweiz im Ausland. «Glanz & Gloria» hat fünf der Landesvertreterinnen an ihrem Arbeitsplatz besucht. 

In Kinshasa sind die internationalen Botschaften klar von Männern dominiert. Es gibt gerade einmal vier Botschafterinnen, Siri Walt (51) ist eine davon. Der Posten in der Demokratischen Republik Kongo ist kein einfacher. Das Land wird seit Jahren von Rebellengruppen terrorisiert, die Vergewaltigung von Frauen wird immer noch als Kriegswaffe eingesetzt. Dennoch glaubt Botschafterin Siri Walt, dass sie hier als Frau auch Vorteile in ihrem Job hat. Sie ist seit 1997 im diplomatischen Dienst. Sie arbeitete in Seoul, Kairo und Nairobi, bevor sie in Kinshasa ihren ersten Posten als Botschafterin antrat.

Das Verhältnis zum Nachbarland Italien hat für die Schweizer Diplomatie eine besonders grosse Bedeutung: Die bilateralen Beziehungen zwischen den beiden Ländern sind sehr intensiv. Zudem müssen 50’000 Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer betreut werden. Aber auch viele Italiener, die einmal in der Schweiz gelebt und gearbeitet haben. Damit dieses Geflecht von Beziehungen funktioniert, braucht es nicht nur viel Fingerspitzengefühl, sondern auch eine starke Führung. In Rom obliegt diese der Botschafterin Rita Adam und ihrem dreizehnköpfigen Team. In diesem Fall sind Frauen in der klaren Mehrheit.

Wer Elisabeth von Capeller begleiten will, muss schnelle Füsse haben – sie hat stets ein volles Programm. Derzeit unterstützt sie beispielsweise Bestrebungen, in Nepal ein duales Bildungssystem nach dem Schweizer Vorbild aufzubauen. Die Schweiz ist in Nepal schon seit fast 60 Jahren aktiv und hat auch zum Landesfrieden beigetragen. Elisabeth von Capeller ist seit 1,5 Jahren Botschafterin in Nepal und beschäftigt mehr als 50 Mitarbeitende. Sie lebt alleine. Ihr Mann und ihr erwachsener Sohn sind in der Schweiz geblieben – kommen aber oft zu Besuch.

Seit zwei Jahren ist Monika Schmutz Kirgöz Botschafterin im Libanon – ein Land, das in seiner Geschichte immer wieder im Brennpunkt von politischen Spannungen steht. Davon zeugt auch die Lage der Schweizer Botschaft: Sie befindet sich exakt dort, wo im libanesischen Bürgerkrieg früher die Frontlinie verlief. Vor allem ein Thema beschäftigt Botschafterin Monika Schmutz Kirgöz in ihrem Wirken: die Flüchtlingskrise. Doch nicht nur auf höchster politischer Ebene beschäftigt sie diese Thematik tagtäglich. Die Schweizer Botschafterin scheut auch nicht davor zurück, sich vor Ort in den Flüchtlingslagern selbst ein Bild von der Situation zu machen. Nicht selten sind das für Monika Schmutz Kirgöz sehr emotionale Begegnungen.

Seit 28 Jahren arbeitet die Zürcherin Yvonne Baumann im diplomatischem Dienst. Nach Einsätzen in Venezuela, Chile und zuletzt Indonesien ist sie seit Beginn des Jahres Botschafterin in Kolumbien. In der Anfangsphase ihres Einsatzes in Bogotá geht es darum, das Land kennenzulernen und alle wichtigen Ministerinnen und Minister zu treffen, um die Situation ab- und ihre Arbeit für die nächsten vier Jahre einschätzen zu können. Die Schweiz ist für das Land mit fast 50 Millionen Einwohnern ein wichtiger Partner. Beispielsweise spielte sie 2016 eine wichtige Rolle bei den Friedensverhandlungen mit der linken Guerillabewegung FARC Neben den diplomatischen Aufgaben muss Yvonne Baumann sich auch um ihre fast 50 Mitarbeitenden kümmern. Jeder Tag bringt neue Herausforderungen mit sich.

Ausstrahlung: Montag bis Freitag, 26. bis 30. August 2019, 18.40 Uhr, SRF 1

«Die jungen Diplomaten» auf SRF 1

Donnerstag, 22. August 2019, um 21.00 Uhr auf SRF 1 startet die fünfteilige Serie «Die jungen Diplomaten». Darin begleitet SRF fünf junge Frauen und Männer während ihrer Ausbildung zur Diplomatin und zum Diplomaten. Die Serie erzählt von Politik und Diplomatie, aber auch von den Ängsten und Hoffnungen der Anwärterinnen und Anwärter. Mehr Informationen zur Serie gibt es hier.

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Ausstrahlung
Montag bis Freitag, 26. bis 30. August 2019, 18.40 Uhr, SRF 1

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srf.ch/glanzundgloria

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