angle-left «#Female Pleasure – Fünf Kulturen, fünf Frauen, eine Geschichte»
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«#Female Pleasure – Fünf Kulturen, fünf Frauen, eine Geschichte»

Ein Plädoyer für das Recht auf Selbstbestimmung und gegen die Dämonisierung der weiblichen Lust durch Religion und gesellschaftliche Restriktionen. Fünf Frauen brechen das Tabu des Schweigens und der Scham. Mit viel Mut und Kraft versuchen sie, die starren maskulinen Machtstrukturen aufzubrechen. Ein Dokumentarfilm der Schweizer Regisseurin Barbara Miller.

#Female Pleasure fünf Kulturen, fünf Frauen, eine Geschichte Vithika Yadav mit ihrem Team von

Fünf mutige und selbstbestimmte Frauen stehen im Zentrum des Dokumentarfilms. Sie brechen das Tabu des Schweigens und der Scham, das ihnen die Gesellschaft oder ihre religiösen Gemeinschaften mit ihren patriarchalen Machtstrukturen auferlegt.

Die fünf Frauen gehören zu den wichtigsten Aktivistinnen der Welt. Deborah Feldman, die in ihrem Buch «Unorthodox» über ihre Flucht aus der ultraorthodoxen jüdischen Gemeinschaft erzählt. Die ehemalige Ordensfrau Doris Wagner, deren Vergewaltigung durch einen geistlichen Vorgesetzten nie rapportiert wurde. Die japanische Künstlerin Rokudenashiko, die wegen ihrer provokativen Darstellung weiblicher Geschlechtsteile vor Gericht gezerrt wird. Die Somalierin Leyla Hussein, die für die Selbstbestimmung muslimischer Frauen und gegen die Genitalverstümmelung kämpft. Und Vithika Yaday aus Indien, die ihre Landsmänninnen via Sexualaufklärungsplattform und mithilfe von Strassenaktionen aufruft, sich gegen sexuelle Übergriffe zu wehren.

Mit einer unfassbaren positiven Energie setzen sich die Protagonistinnen für sexuelle Aufklärung und Selbstbestimmung aller Frauen ein, hinweg über jegliche gesellschaftliche sowie religiöse Normen und Schranken. Dafür zahlen sie einen hohen Preis: Sie werden öffentlich diffamiert und verfolgt, von ihrem ehemaligen Umfeld werden sie verstossen und von Religionsführern und fanatischen Gläubigen sogar mit dem Tod bedroht.

Der Dokumentarfilm von Barbara Miller schildert, wie universell die Mechanismen sind, die alle kulturellen und religiösen Grenzen überschreiten und die Situation der Frau – egal in welcher Gesellschaftsform – bis heute bestimmen. Gleichzeitig zeigen die fünf Protagonistinnen, wie man mit Mut, Kraft und Lebensfreude jede Struktur verändern kann.

Ausstrahlung: Freitag, 10. Juli 2020, 22.25 Uhr, SRF 1

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Freitag, 10. Juli 2020, 22.25 Uhr, SRF 1

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srf.ch/chfilmszene

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