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«ECO»: Antibiotika-Mangel: Die wirtschaftlichen Ursachen

Weltweit sterben 700'000 Menschen, weil Antibiotika nicht mehr wirken. Sowohl in der Humanmedizin wie auch in der Landwirtschaft wurden jahrzehntelang viel zu viel Antibiotika eingesetzt. Panresistenzen sind die Folge. Trotzdem tut die Pharmaindustrie wenig, denn mit Antibiotika lässt sich kein Geld verdienen. Reto Lipp führt durch die Sendung.

Reto Lipp Moderator ECO

Big Pharma: Forschung zu wenig lukrativ
Weltweit sterben schätzungsweise 700'000 Menschen, weil bei ihnen Antibiotika nicht mehr wirken. Resistenzen haben stark zugenommen, erste panresistente Keime bedrohen uns. Doch die Pharmaindustrie tut wenig, denn mit Antibiotika lässt sich heute kein Geld verdienen. Antibiotika sind schlicht zu billig. Was muss getan werden, damit neue Antibiotika auf den Markt kommen? 

Phagen – die nützlichen Viren
Die Bekämpfung von Bakterien mit Phagen ist lange bekannt. Doch wurde die Methode nach der Entdeckung der höchst erfolgreichen Antibiotika verdrängt. Neuerdings wird die Forschung mit Phagen in der Schweiz wiederbelebt. Daniel Koch, Leiter Abteilung Übertragbare Krankheiten im Bundesamt für Gesundheit, ist live im «ECO»-Studio. 

Übeltäter Landwirtschaft
Nahezu 33 Tonnen Antibiotika verfüttern Schweizer Bauern jährlich, um ihre Tiere gesund zu halten. Das schafft nicht nur Resistenzen bei Tieren, sondern macht Abwasser zu Brutstätten für resistente Keime. Das Problem ist erkannt. Einige Bauern konnten feststellen, dass sich langfristige Investitionen ins Wohl der Tiere mehr rechnen als Antibiotika.

Ausstrahlungsdatum: Montag, 27. Januar 2020, 22.25 Uhr, SRF 1

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Montag, 27. Januar 2020, 22.25 Uhr, SRF 1

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srf.ch/eco

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