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Kultur

«DOK»: Unsere besonderen Brüder

Geschwisterbeziehungen sind etwas Besonderes. Umso mehr, wenn das Geschwister eine Beeinträchtigung hat. Die engen Beziehungen zu ihren besonderen Brüdern prägen Kilian, Margrith, Debby und Fränzi schon ihr Leben lang. Ein Spagat zwischen Verantwortung, Geschwisterliebe und den eigenen Bedürfnissen. Ein Film von Romana Lanfranconi.

SRF DOK: Unsere besonderen Brüder Kilian und Hubi am Spazieren

Kilian möchte nach Deutschland auswandern. Doch sein Familiengefühl und die Liebe zu seinem schwerbehinderten Bruder Hubi lassen ihn seinen Traum hintenanstellen. Er lebt sein gewohntes Leben im beschaulichen Triengen, wo auch sein Bruder in einem Heim untergebracht ist. Doch als Hubis Institution aufgelöst wird und dieser aus dem Heimatdorf wegziehen muss, spürt Kilian, dass auch für ihn die Zeit gekommen ist, einiges in seinem Leben neu zu sortieren. Altes wird losgelassen und Neues in Angriff genommen, auch wenn dies bedeutet, sich damit ein Stück von der Familie und seinem Bruder Hubi loszulösen.

Fränzi und Debby sind jung, engagiert und führen ein umtriebiges Leben in Zürich. Die unzähligen Sprachnachrichten mit Fragen und Erzählungen von ihrem Bruder Beni passen nicht immer gut in ihre Leben. Doch sie stehen ihm – wann immer möglich - mit Rat und Tat zur Seite. Beni hat einen neuen Plan: Er will aus der betreuten WG in Luzern ausziehen und eine eigene Wohnung beziehen. Auch hier ist er auf die Unterstützung seiner Schwestern angewiesen. Mit viel Humor und einer innigen Geschwisterbeziehung gehen sie das Projekt gemeinsam an, ohne zu wissen, ob Benis Gewinn an Selbständigkeit die Freiheit von Debby und Fränzi einschränken wird.

Ihre Pensionierung hat sich Margrith anders vorgestellt: Vor allem freute sie sich auf mehr Zeit für sich. Doch ihre Rolle als Schwester eines behinderten Bruders beschäftigt sie mehr denn je. Durch die Liebe zu ihrem Bruder Richard hat Margrith ein Leben lang ihre eigenen Bedürfnisse hintenangestellt. Um einen Teil ihrer Vergangenheit loszulassen, beschliesst sie, ein Buch über ihr Leben zu schreiben. Lange ist nicht klar, ob ihre Geschichte interessant genug ist, um von einem Verlag veröffentlicht zu werden. In dieser ganzen Unsicherheit steht auch noch Weihnachten vor der Türe und Margriths Pläne für eine längere Reise mit ihrem Mann bedeuten, dass sie sich von Richard lösen und die Weihnachtsfeier ihren Schwestern überlassen muss.

Drei Generationen, drei Schicksale, drei Beziehungen – «Unsere besonderen Brüder» berührt mit Alltäglichem, Besonderem, Witzigem und sehr viel Herzlichkeit.

Ausstrahlung: Donnerstag, 17. Dezember 2020, 20.05 Uhr, SRF 1

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Donnerstag, 17. Dezember 2020, 20.05 Uhr, SRF 1

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