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«DOK»-Serie: «Geboren am 13. Juli 1945» – Jürg Marquard (Folge 2)

Im zweiten Teil der «DOK»-Serie «Geboren am …» geht es um Jürg Marquard, Heinrich Müller und Eveline Engelmayer, die alle am 13. Juli 1945 auf die Welt gekommen sind. Drei Lebenswege, die unterschiedlicher nicht sein könnten.

Geboren am 13. Juli 1945 – Jürg Marquard. Jürg Marquard

Mit ein paar Tausend Franken gestartet,  gehört dieser Mann heute zu den 300 reichsten Schweizern: Jürg Marquard, Verleger und Unternehmer. Er lebt in einer luxuriösen Villa in Herrliberg. Ferien macht er auf seiner Jacht. In seiner Garage stehen Luxuslimousinen und edle Sammlerstücke, für Geschäftsreisen nimmt er gerne den Businessjet. Kurz: Jürg Marquard inszeniert sich als Verkörperung des erfolgreichen Unternehmertums schlechthin.

Geboren wird Jürg Marquard am 13. Juli 1945 als Sohn eines Zahnarztes in Urdorf. Den Grundstein für seinen Aufstieg zum millionenschweren Verleger setzt er als 20-Jähriger mit der Zeitschrift «Pop», später bekannt als «Pop/Rocky», der zweitgrössten Jugendzeitschrift nach «Bravo». Dazu moderiert «Mister Pop» Musiksendungen im Radio und fährt schon bald mit dem ersten eigenen Ferrari vor. Heute ist Jürg Marquard in dritter Ehe verheiratet und engagiert sich als Investor für Startup-Unternehmen.

Glamour, Geld und Models: Diese Welt ist für Heinrich Müller weit weg, als er am 13. Juli 1945 in eine Bauernfamilie in Walenstadtberg hineingeboren wird. Als Mechaniker erlebt er in Zürich den Aufstieg und Niedergang der Schweizer Maschinenindustrie. Fast sein ganzes Berufsleben verbringt er bei der Zahnradfabrik Maag, bis die dritte Entlassungswelle auch ihn trifft. Im Alter kehrt Heinrich Müller nach Walenstadtberg zurück – an den Ort, an dem sein Lebensweg begonnen hat. Er blickt zurück auf ein bescheidenes, aber zufriedenes Leben: «Ich habe nie Schulden gemacht, darauf bin ich stolz».

In privilegierten Verhältnissen aufgewachsen ist Eveline Engelmayer. Ihr Vater, ein jüdischer Unternehmer, kann seiner Familie viel bieten. Das wichtigste Gut aber ist unbezahlbar: ein Leben in Sicherheit. Eveline Engelmayer wird am 13. Juli 1945, nur wenige Monate nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges, in Zürich geboren. Die Verfolgung und die Flucht von Angehörigen in die Schweiz ist ein Tabuthema, über das man in der Familie nicht gerne spricht. Eveline Engelmayer wächst in einer jüdisch-orthodoxen Gemeinschaft auf. Sie heiratet einen Zahnarzt und macht eine Ausbildung zur Dentalhygienikerin. Eine Zäsur ist der Tod ihres Ehemanns nach 40 Jahren Ehe. Eveline Engelmayer muss sich noch einmal neu orientieren. Halt gefunden hat sie im Tanz, dem Tango.

Ausstrahlung: Freitag, 9. August 2019, 20.55 Uhr, SRF 1

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