angle-left «DOK»-Serie: «Geboren am 12. November 1961» – Jacqueline Badran
Kultur

«DOK»-Serie: «Geboren am 12. November 1961» – Jacqueline Badran

Die Doku-Serie erzählt Geschichten von Menschen, die eines verbindet: Sie haben am selben Tag Geburtstag. Jede Folge steht für ein Datum und drei Lebenswege, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Heute mit Nationalrätin Jacqueline Badran, Gastwirtin Liselotte Scognamiglio und Allrounderin Martha Mettler.

Geboren am 12. November 1961 – Jacqueline Badran

Sie ist die vielleicht lauteste Parlamentarierin der Schweiz: Jacqueline Badran. Wenn sie im Nationalrat am Rednerpult steht, hört ihr auch die politische Gegenseite zu. Sie geht keinem Konflikt aus dem Weg, obwohl sie Zwietracht eigentlich gar nicht mag. Konsens ist ihr Credo, Solidarität ihr Programm. Sie habe in ihrem Leben so viel Glück gehabt, sagt Jacqueline Badran, dass es ihre Pflicht sei, der Gesellschaft etwas zurückzugeben. Geboren ist Jacqueline Badran in Australien als Tochter eines Libanesen und einer Schweizerin. Nach fünf Jahren kehrt die Familie in die Schweiz zurück. Mit der Trennung der Eltern beginnen finanziell schwierige Jahre. Um ihr Biologie-Studium zu finanzieren, arbeitet Jacqueline Badran als Skilehrerin im Engadin. In dieser Zeit kommt sie erstmals dem Tod sehr nahe. Sie gerät abseits der Piste in eine Lawine, kann sich aber aus den Schneemassen befreien. Es ist nicht das einzige Mal in ihrem Leben, dass sie grosses Glück im Unglück hat. 2001 sitzt sie in jenem Flugzeug der Crossair, das in Bassersdorf abstürzt. Die spätere Nationalrätin ist eine von neun Überlebenden. In «Geboren am 12. November 1961» spricht sie über schicksalshafte Augenblicke, über das Glück im Leben und über ihren Lieblingsmenschen Victor.

Am 12. November 1961 in Olten geboren ist Liselotte Scognamiglio. Sie wächst mit zwei Geschwistern auf. Zwar beginnt sie eine Lehre in der Gastronomie, bricht diese aber ab, als sie ihren späteren Ehepartner kennenlernt, einen jungen Italiener. Die beiden betreiben eine Autogarage. Später steigt Liselotte Scognamiglio in die Gemeindepolitik ein und übernimmt das Bauwesen. Als einzige Frau in diesem Männergremium muss sie sich ständig behaupten und gegen Vorurteile ankämpfen. Nach der Scheidung steht sie mit zwei Kindern und ohne Ausbildung da. In der Gastronomie baut sie sich eine neue Existenz auf: mit einer eigenen Bar. Mit 60 Jahren ist der Unruhestand ihr Programm. Die Pandemie hat ihre Ersparnisse aufgebraucht. Liselotte Scognamiglio lässt sich davon nicht beirren. Mit Neubeginn kennt sie sich aus.

Am selben Tag wie Jacqueline Badran und Liselotte Scognamiglio ist auch Martha Mettler geboren. Aufgrund einer Blutgruppenunverträglichkeit kämpft sie nach ihrer Geburt um ihr Leben. Doch das Schicksal meint es gut mit Martha. Weniger Glück hat später ihr kleiner Bruder Benjamin, der kurz nach der Geburt stirbt. Martha wächst mit neun Geschwistern auf einem Bauernhof in Dorf ZH auf. Nach der obligatorischen Schulzeit macht sie eine kaufmännische Lehre und träumt von der weiten Welt. Sie lernt segeln und bereist schon bald die Meere. Zwar wünscht sie sich eine eigene Familie, doch nie wird aus ihren Bekanntschaften eine längere Beziehung. Erst als Martha über 50 Jahre alt ist, findet sie ihre grosse Liebe: in der Dominikanischen Republik. Über das Gerede kann sie nur lachen. Eine Seglerin wie sie, weiss Gegenwind zu nutzen.

Ausstrahlung: Donnerstag, 11. November 2021, 20.05 Uhr, SRF 1

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Donnerstag, 11. November 2021, 20.05 Uhr, SRF 1

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