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«DOK»: Schatzsuche unter Wasser

Seit die Menschheit zur See fährt, sind ungefähr drei Millionen Schiffe gesunken, viele von ihnen mit Schätzen an Bord, die heute am Meeresgrund liegen. Vor der Küste Kolumbiens etwa wurde das Wrack einer spanischen Galeone geortet, mit Raubgold im Wert von schätzungsweise 17 Milliarden US-Dollar.

DOK: Schatzsuche unter Wasser Schiffbruch: Fast jeden dritten Tag sinkt ein Schiff von über 300 Tonnen Gewicht.

Solcher Reichtum hat seit jeher Schatzsucher auf den Plan gerufen. In den letzten Jahren hat der technologische Fortschritt es ermöglicht, Wracks auch in grossen Tiefen zu orten und deren Ladung zu bergen. So ist eine neue Art von Goldgräbertum entstanden: durch börsenkotierte Firmen mit viel Kapital, die eine Suche vorfinanzieren können, die schnell einmal etliche Millionen kosten kann.

Allerdings stellt sich schnell einmal die Frage, wem denn der Schatz gehört: Dem Finder oder dem ursprünglichen Besitzer des Schiffes? Eine für sie ernüchternde Antwort erhielt die US-amerikanische Firma Odyssey, die 2007 Gold und Silber im Wert von über 500 Millionen Dollar gehoben hatte. Ein Gericht befand nämlich, der spanische Staat als ursprünglicher Besitzer sei auch heute noch rechtmässiger Eigentümer, worauf Odyssey ihre Beute herausrücken musste, was zur Folge hatte, dass ihr Aktienkurs fast ebenso schnell sank, wie er zuvor gestiegen ist.

Im Film von Denis Delestrac und Didier Martiny kommen nicht nur die Schatzsucher und ihre Manager vor, sondern auch Unterwasserarchäologen, die Wracks – ob mit oder ohne Schatz – zum Kulturerbe der Menschheit zählen und diese ebenso bewahren möchten wie antike Tempel und andere Relikte früherer Generationen. Die Filmemacher zeigen aber auch, dass eine andere menschliche Aktivität dieses Kulturerbe noch viel schneller als sämtliche Schatzsucher zusammen zerstören könnte: Die Schleppnetzfischerei, die den Meeresboden systematisch und grossflächig umpflügt.

Ausstrahlung: Mittwoch, 18. September 2019, 20.50 Uhr, SRF 1

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srf.ch/dok

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