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«DOK»: Geheimnisvolles Korea – Verbündete der Natur

Die hochtechnologisierte Halbinsel Südkorea ist eine der dichtest besiedelten Regionen der Welt – mit einer dennoch artenreichen Fauna. Mensch und Natur haben über die Jahrhunderte gelernt, sich zu verbünden. Ein Film von Houghton Matt und Marshall Hazel. Anschliessend zeigt SRF: «Geheimnisvolles Korea: Das geteilte Paradies».

DOK Sonntag: Geheimnisvolles Korea – Verbündete der Natur (1/2) Falkner mit seinem Falken

Sonntag, 9. August 2020, 15.20 Uhr, SRF 1
«DOK»: Geheimnisvolles Korea – Verbündete der Natur
Spektakulär sind die Haenyeo – die berühmten «Seefrauen». Sie leben auf der Insel Jejudo, wo sie bis heute eine Jahrtausende alte Tradition fortführen. Diese Frauen unternehmen lange Freitauchgänge, bei denen sie Meeresfrüchte sammeln – darunter die besonders begehrten Meeresschnecken. Die Haenyeo können dank hartem Training und ihrer körperlichen Anpassung mehrere Minuten unter Wasser bleiben, wobei sie bis zu 20 Meter tief tauchen. Diese Form des Broterwerbs ist allerdings nicht nur anstrengend, sondern auch gefährlich. Jeder Tauchgang will gut überlegt und geplant sein, denn unter Wasser bekommt man kaum mit, wenn das Wetter an der Oberfläche plötzlich umschlägt und der Wellengang die auftauchenden Frauen auf die Küstenfelsen zu werfen droht. Die älteste der «Seefrauen» ist 94 Jahre alt. Sie denkt langsam daran, ihre Tätigkeit an den Nagel zu hängen – auch wenn sie sich unter Wasser nach wie vor wohl und ganz in ihrem Element fühlt.

Die riesigen Wattgebiete der koreanischen Halbinsel bilden wahre Naturparadiese, getränkt in Schlamm. Ein idealer Lebensraum für Winkerkrabben mit ihren kurios anmutenden Gesten sowie für die skurrilen Schlammspringer – amphibische Fische, die den Grossteil ihres Lebens ausserhalb des Wassers verbringen. Eine Eigenheit Koreas sind die Schlammspringer-Fischer: Männer, die auf flachen Schlitten kniend über die Schlammflächen gleiten und ihre Angeln samt scharfen Haken nach Schlammspringern auswerfen, denn die seltsamen Wesen gelten hierzulande als Delikatesse.

Auch die Falknerei ist in Korea seit eh und je sehr populär – hier hat die Verbindung zwischen Mensch und Vogel einen geradezu spirituellen Charakter. Dabei heisst es, dass nicht etwa die Menschen sich ihren Falken aussuchen, sondern dass vielmehr der Greifvogel seinen Herrn wählt, und das auch nur auf Zeit. Sobald der Falke seines Daseins in menschlicher Gesellschaft überdrüssig ist, kehrt er wieder zu seinem alten Leben in der freien Wildbahn zurück, und der Falkner widmet sich seinem nächsten Schützling.

Sonntag, 9. August 2020, 16.15 Uhr, SRF 1
«DOK»: Geheimnisvolles Korea – Das geteilte Paradies
Die demilitarisierte Zone (DMZ) teilt nun schon seit 1953 die koreanische Halbinsel in zwei Staaten auf. Die DMZ ist knapp 250 Kilometer lang, ungefähr vier Kilometer breit und darf von beiden Seiten ohne hochoffizielle Genehmigung nicht betreten werden. Die Natur allerdings hält sich nicht an derlei Verbote. Tretminen, Panzersperren und Stacheldrahtzäunen zum Trotz haben sich hier Lebensräume gebildet, die auch vom Aussterben bedrohten Tieren eine Überlebenschance geben.

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Sonntag, 9. August 2020, 15.20 Uhr, SRF 1

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srf.ch/dok

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