angle-left «DOK»: Falsche Geständnisse – US-Verhörmethode mit drastischen Folgen
Kultur

«DOK»: Falsche Geständnisse – US-Verhörmethode mit drastischen Folgen

Wieso gestehen Menschen Taten, die sie nicht begangen haben? In den USA werden immer wieder Verurteilte, die bereits in Haft waren, durch spätere DNA-Tests entlastet. Ein Drittel hat zuvor ein falsches Geständnis abgelegt – wegen der Reid-Verhörmethode, die vor über 50 Jahren entwickelt wurde. Ein Film von Richard Laurent.

DOK: Falsche Geständnisse Lamarr Monson im Gefängis

John E. Reids Fragetechnik, die in den 60er-Jahren entwickelt wurde, zielt darauf ab, Druck auf die Verdächtigen auszuüben, mit bewussten Täuschungsmanövern, Drohungen oder dem Ausnützen von Ermüdungserscheinungen auf Seiten der Verhörten. Ihnen wird eingetrichtert, dass ein Schuldeingeständnis der einfachste Ausweg ist, freizukommen. Doch seit einiger Zeit wenden sich immer mehr US-Plizistinnen und -Polizisten von dieser umstrittenen Verhörmethode ab, weil sie das Risiko von falschen Geständnissen für zu gross halten.

Im Film schildern Fachleute, aber auch Opfer wie Lamarr Monson, der 21 Jahre als unschuldig Verurteilter hinter Gittern sass, ihre Erfahrungen. Monson erinnert sich, wie er, isoliert von der Aussenwelt und von den Vernehmungsbeamten eingeschüchtert, das sagte, was diese hören wollten. Ein Moment, der sein Leben und das seiner Angehörigen für immer verändern sollte.

Ausstrahlung: Mittwoch, 29. Januar 2020, 20.50 Uhr, SRF 1

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Mittwoch, 29. Januar 2020, 20.50 Uhr, SRF 1

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srf.ch/dok

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