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Kultur

«DOK»: Ausgebeutete Dienstmädchen

Gegen drei Millionen Frauen aus Afrika und Asien arbeiten als Hausangestellte in den Ländern des Nahen Ostens und in arabischen Staaten. Dort sind sie ihren Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern wie Sklavinnen ausgeliefert. Prügel und sexuelle Gewalt sind Alltag, im Extremfall droht der Tod.

DOK - ausgebeutete Dienstmädchen Die jungen Frauen kommen durch Vermittler zur Familie

Regisseur Søren Klovborg untersucht etwa den Fall der Kenianerin Maria Kibwana, die in Jordanien gearbeitet, aber nie einen Lohn erhalten hatte. Im Jahr 2016 wurde sie mit schwersten Verbrennungen in ihre Heimat zurückgeschickt, wo sie schliesslich starb. Die Umstände ihres Todes wurden nie geklärt und Entschädigungen für die Hinterbliebenen gab es ebenso wenig wie Lohnnachzahlungen. Ähnliche Geschichten erzählen Frauen in einem Zentrum für geflüchtete Dienstmädchen im Libanon, die sich nur unter Lebensgefahr vor sexueller Gewalt retten konnten.

Geschäftstüchtige Vermittler sorgen für permanenten Nachschub. Einer von ihnen, der Libanese Maher Doumit, lässt sich bei seiner Tätigkeit begleiten. Doumit sieht sich als Wohltäter, der den Frauen hilft, der bitteren Armut in ihrer Heimat zu entkommen. Die vielen Zeugnisse erniedrigter und versklavter Frauen, die im Film gezeigt werden, zeichnen jedoch ein anderes Bild.

Ausstrahlung: Mittwoch, 27. November 2019, 20.50 Uhr, SRF 1

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srf.ch/dok

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