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Kultur

«DOK»: Aufzucht in der Wildnis

Im Zentrum der Serie «Aufzucht in der Wildnis» stehen Menschen, die ihr Leben verwaisten Tierbabys in Afrika widmen. Sie sind wahre Spezialistinnen und Spezialisten im Umgang mit ihren adoptierten Sorgenkindern und helfen dadurch, deren Art zu schützen. Im Anschluss zeigt SRF die Dokumentationen «Die Lotosweberinnen vom Inlesee» sowie «Rapunzel Town – Das Dorf der Langhaarfrauen».

DOK Sonntag: Aufzucht in der Wildnis (1/7) Tierpflegerin Hannah mit zwei Pavian-Babys

Ab Sonntag, 8. November 2020, 14.50 Uhr, SRF 1
«DOK»: Aufzucht in der Wildnis
Die erste Folge führt ins «Riverside Wildlife Rehabilitation Center» zu einem jungen Galago in der letzten Phase seiner Rehabilitation. Galagos, auch Buschbabys genannt, sind eine Primatenfamilie aus der Gruppe der Feuchtnasenaffen. Es sind kleine, nachtaktive Primaten, die sich vorwiegend auf Bäumen aufhalten. Betreut wird das Buschbaby von Lauren Tohill. Die junge, freiwillige Helferin aus England hat viele prägende Momente mit dem kleinen Primaten erlebt. Seine grossen Augen können jedermanns Herz zum Schmelzen bringen. Vor allem hat er Laurens Herz gewonnen – was sich an ihrer hingebungsvollen Fürsorge für das kleine Buschbaby zeigt.

Sonntag, 8. November 2020, 15.20 Uhr, SRF 1
«DOK»: Die Lotosweberinnen vom Inlesee
Am Inlesee spielt sich alles auf dem Wasser ab. Das Gewässer ist die Heimat von über 100’000 Menschen, die in Pfahldörfern direkt auf dem See wohnen. Ob zum Nachbarn, zum nächsten Markt, zur Schule oder zur Arbeit – ohne die flachen Langboote geht am Inlesee gar nichts. Sogar Ackerbau wird auf schwimmenden Gärten betrieben. Über die Jahrhunderte entwickelten die Intha, die «Kinder des Sees», ihre ganz eigenen Techniken, um auf dem Wasser überleben und wirtschaften zu können. Das einzigartige Ökosystem bietet nicht nur ideale Bedingungen für die Fischerei und Landwirtschaft, sondern ist auch der Lebensraum des Indischen Lotos. Die Wasserpflanze fühlt sich im flachen, schlammigen Gewässer besonders wohl und wächst wild zwischen dem dichten Grün der Wasserhyazinthen. Seit den 1920er-Jahren weben Frauen am Inlesee aus ihren Fasern Lotosstoff. Was einst nur zu religiösen Zwecken hergestellt wurde und das Brot für Wenige war, hat sich durch die langsame Öffnung Myanmars in den letzten Jahren zu einem beeindruckenden Wirtschaftszweig entwickelt, von dem viele Familien leben können.

Sonntag, 8. November 2020, 16.10 Uhr, SRF 1
«DOK»: Rapunzel Town – Das Dorf der Langhaarfrauen
Nur einmal im Leben, am 18. Geburtstag, werden die Haare abgeschnitten und als Zopf aufbewahrt. Später binden sie diesen mit den anderen Haaren auf dem Kopf zu einem grossen Knoten zusammen. Für die Haarpflege greifen die Frauen immer noch auf ihr selbst hergestelltes Hausmittel zurück: fermentiertes Reiswasser. Mit diesem Geheimtipp waschen und kämmen die Frauen ihre meterlangen Haare im Fluss – wie früher, als die meisten Haushalte weder fliessendes Wasser noch Strom hatten.

Rund 200 Kilometer weiter, aber trotz der neuen Autobahn eine Tagesreise von Huangluo entfernt, liegt das Bergdorf Basha. Hier pflegen die Männer einen einzigartigen Haarkult. Sie rasieren sich ihre Köpfe mit einer Sichel und lassen nur ein Büschel Haare stehen. Eine kriegerisch aussehende und auch schmerzhafte Prozedur, die zum Image der Männer passt, sind sie doch die letzten Bewaffneten Chinas und damit die einzigen Männer im ganzen Land, die noch Waffen tragen dürfen.
 

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Ausstrahlung
Ab Sonntag, 8. November 2020, 14.50 Uhr, SRF 1

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srf.ch/dok

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