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Kultur

«CH:Filmszene»: Genesis 2.0

Auf den abgelegenen Neusibirischen Inseln im arktischen Ozean suchen Jäger nach Stosszähnen von Mammuts. Eines Tages finden sie ein gut erhaltenes Mammutkadaver. Solche Funde rufen Klonforscher aus der ganzen Welt auf den Plan. Ihr Ziel: das Mammut dank Genetik wieder zum Leben zu erwecken.

Genesis 2.0 Auf der Suche nach dem weissen Gold

Der Film beobachtet den rauen und gefährlichen Alltag von sogenannten Mammutjägern auf einer abgelegenen Inselgruppe im hohen Norden Sibiriens. Die archaische Landschaft, in der diese Menschen nach Stosszähnen längst ausgestorbener Mammuts suchen, erinnert an die Urzeit der Erde. Es herrscht eine Art Goldrauschstimmung, denn die Preise für das weisse Gold sind so hoch wie noch nie. Doch der auftauende Permafrost gibt nicht nur wertvolles Elfenbein frei. Manchmal finden die Jäger auch ein fast vollständig erhaltenes Mammutkadaver mit Fell und Muskelgewebe, an dem Polarfüchse nagen.

Solche Funde rufen hochtechnisierte amerikanische und südkoreanische Klonforscher auf der Suche nach Mammutzellen mit möglichst intakter DNA auf den Plan. Ihre Mission könnte Teil eines Science-Fiction-Plots sein. Sie wollen das ausgestorbene Wollhaarmammut nach Jurassic-Park-Manier wieder zum Leben erwecken und auferstehen lassen. Und das ist nur der Anfang. Weltweit sind Biologen daran, das Leben neu zu erfinden. Sie wollen die Sprache der Natur lernen und Leben erschaffen nach dem Lego-Prinzip.

Das Ziel der synthetischen Biologie ist es, komplette künstliche biologische Systeme zu erzeugen. Der Mensch wird zum Schöpfer. Die Auferstehung des Mammuts ist eine erste Manifestation dieser nächsten grossen technologischen Revolution. Eine Übung. Ein millionenschweres Spiel. Die neue Technologie könnte die Welt, wie wir sie kennen, komplett auf den Kopf stellen. Und all dies nimmt seinen Anfang im unaufhaltsam auftauenden Permafrost am äussersten Rand von Sibirien.

Mit Bildern von subtiler Schönheit und archaischer Wucht zeigen die Filmemacher Christian Frei und Maxim Arbugaev das Zusammenprallen von Mythos und Wissenschaft, Klimawandel und synthetischer Biologie.

Ausstrahlung: Freitag, 19. Juli 2019, 22.25 Uhr, SRF 1

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Freitag, 19. Juli 2019, 22.25 Uhr, SRF 1

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srf.ch/chfilmszene

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