«SRF DOK»: Die Zwangsarbeiterinnen – Wie Bührle, Staat und Kirche profitierten

Kultur

«SRF DOK»: Die Zwangsarbeiterinnen – Wie Bührle, Staat und Kirche profitierten

Mindestens 300 junge Frauen verfrachtete die Fürsorge in den 1940er- bis 1960er-Jahren nach Dietfurt in die Spinnerei von Emil Bührle. Den Lohn für ihre Arbeit haben sie nie erhalten. Gelebt haben die Zwangsarbeiterinnen im fabrikeigenen Marienheim. Nun fordern sie Gerechtigkeit.

SRF DOKDie Zwangsarbeiterinnen – Wie Bührle, Staat und Kirche profitiertenElfie Grendene, 87, ehemalige Zwangsarbeiterin Copyright: SRF

«Erziehung zur Arbeit» hiess die angeordnete Strafmassnahme der Fürsorge. Als billige Arbeitskräfte wurden Elfie Grendene, Irma Frei und Carmen Scheiwiller, heute zwischen 82 und 89 Jahre alt, in die Fabrik von Emil Bührle geschickt. Bis zum 20. Lebensjahr mussten die Frauen in der Spinnerei Schichtarbeit verrichten. Ihr Lohn ging direkt ans Marienheim, geführt von Ingebohler Ordensschwestern.

Als im Herbst 2021 der Erweiterungsbau des Kunsthauses eröffnet und die Sammlung Bührle intensiv diskutiert wurde, hatte Elfie Grendene genug. Sie fand, es solle nicht nur über die Waffenlieferungen des Rüstungsindustriellen Bührle und über die Provenienz der Bilder gesprochen werden, sondern auch darüber, was in der Schweiz in den Textilfabriken passierte.

Sie meldete sich beim «Beobachter», dieser machte die Geschichte der Zwangsarbeiterinnen publik. Jetzt müssen auch Gesellschaft und Politik hinschauen.

«DOK» begleitet die drei Frauen auf ihrem Weg zu Anerkennung und Gerechtigkeit.

Ausstrahlung: Donnerstag, 30. November 2023, 20.05 Uhr, SRF 1

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Donnerstag, 30. November 2023, 20.05 Uhr, SRF 1

Publiziert am
Dienstag, 28. November 2023

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srf.ch/dok

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