null «Einstein»: Kann die Forschung unser Wasser retten?

Kultur

«Einstein»: Kann die Forschung unser Wasser retten?

Darf man noch duschen? Noch scheint die Schweiz genügend Wasser zu haben. Doch die Folgen des Klimawandels gehen nicht spurlos am Wasserschloss vorbei. «Einstein» zeigt, wo der Wassermangel die Schweiz trifft und was mögliche Lösungen der Wissenschaft sind. Tobias Müller führt durch die Sendung.

Einstein Kann die Forschung unser Wasser retten? Wasserkanppheit im Lac de Tseuzier

Alp ohne Wasser
Die langanhaltende Trockenheit in diesem Jahr hat zu Wasserengpässen insbesondere auf Alpbetrieben geführt. Teilweise wurde sogar der Alpabzug vorgezogen oder von Notschlachtung geredet. «Einstein» begleitet einen Nothilfe-Einsatz der Armee, einen Wassertransport. Ralf Müllhaupt bringt mit seinen Kollegen 2000 Liter Wasser auf die Fisialp im Berner Oberland. Dort fehlt Ueli von Känel das Wasser für seine Kühe. Für den Landwirt gibt es nur zwei Optionen: Entweder muss er sich von den Kühen verabschieden oder die Armee hilft ihm. 

Wasser-Recycling für die Zukunft
Im Forschungswohnhaus NEST will Carina Doll unser Abwasser direkt recyceln. Dadurch könnte ein Haushalt Wasser wiederverwerten, das eigentlich zum Klärwerk geflossen wäre. Dieses recycelte Wasser hätte keine Trinkwasserqualität, könnte aber für die Toilettenspülung oder Blumengiessen verwendet werden. 

Tröpfchen gegen Verschwendung
In der Landwirtschaft beim Obstanbau wird an der vollautomatisierten Tropfbewässerung geforscht. Wenn das Wasser knapp wird, sollte der Verschwendung vorgebeugt werden. Mit Bodensonden will Agroscope-Forscher Philippe Monney die Obstplantagen für die Zukunft bereit machen.

Grundwasser-Speicher für trockene Zeiten
In der Schweiz gibt es grundsätzlich genügend Grundwasser, denn Schnee und Regen füllen es immer wieder auf. Ist zu wenig Grundwasser da, kann zur Anreicherung auch Flusswasser genommen werden, wie in Aesch von der Birs. Oliver Schilling und Annette Affolter forschen am Grundwasser und erklären das System der Grundwasser-Anreicherung.

Schweizweites Wassermanagement
Mit Rolf Weingartner macht Tobias Müller eine Wanderung im Wallis zu einer möglichen Lösung von temporärer und lokaler Wasserknappheit: Der Stausee Tseuzier soll durch ein neuartiges Projekt nicht nur für Wasserkraft, sondern in Trockenzeiten als Wasserressource für das Tal genutzt werden. Es könnte eine Art «Leuchtturmprojekt» für ein zukünftiges Schweizer Wassermanagement sein.

Ausstrahlung: Donnerstag, 20. Oktober 2022, 21.05 Uhr, SRF 1

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Ausstrahlung
Donnerstag, 20. Oktober 2022, 21.05 Uhr, SRF 1

Publiziert am
Dienstag, 18. Oktober 2022

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srf.ch/einstein

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